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Infineon verkauft Fabrik in Bangkok
Der Chiphersteller Infineon verkauft ein Werk für die sogenannte Backend-Fertigung von Halbleitern in Thailand an die Investment-Holding Malaysian Pacific Industries Berhad (MPI). Das Unternehmen aus Neubiberg bei München will an dem Standort aber weiter innovative Fertigungsmethoden mitentwickeln.
Alle Mitarbeitenden in der Produktion in Bangkok werden laut Infineon von MPI übernommen. Infineon betont, dass die Zusammenarbeit eng fortgeführt werde, um Kunden sowohl bestehende Produkte als auch neue innovative Lösungen anzubieten.
Entwicklung neuer Fertigungsverfahren
Konkret wollen die beiden Konzerne gemeinsam neue Packaging-Angebote entwickeln. Das Packaging ist Teil des zweiten Schritts bei der Chipherstellung, der Backend-Fertigung. Dabei werden bereits fertige Chips mit Kontakten versehen, in Gehäuse gepackt und für den Einbau in elektronische Geräte vorbereitet.
Der Verkauf ist Infineon zufolge Teil der Fertigungsstrategie des Unternehmens. Diese sieht eine Kombination aus eigener Produktion und Auftragsfertigung vor. Der Abschluss der Transaktion wird für Anfang 2026 erwartet, zum finanziellen Umfang des Geschäfts wurden keine Angaben gemacht.
Lesen Sie auch das ECOreporter-Dossier zu Nachhaltigen Chip-Aktien.
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Die Infineon-Aktie ist im Xetra-Handel aktuell 0,5 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 33,33 Euro (Stand: 25.9.2025, 10:51 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 8,3 Prozent im Minus, im Jahresvergleich stieg der Kurs um 13,1 Prozent.
Infineon hat zuletzt seine Prognose und seine Investitionsziele für das laufende Geschäftsjahr 2024/25 gesenkt. Das Unternehmen leidet besonders unter der schwachen Nachfrage durch Autohersteller. Die von Analysten erwartete Erholung im Chipgeschäft hat sich bislang nicht wie erhofft eingestellt. Seit dem Jahrestief im April hat die Aktie zwar deutlich an Wert gewonnen, schwankte zuletzt aber wieder. Infineon selbst tut sich schwer damit zu sagen, wann eine deutliche Verbesserung der Geschäfte eintreten kann.
ECOreporter sieht weiter Potenzial für Infineon. Ein Lichtblick sind vor allem die weiter soliden Margen. Ein Risiko bleibt die Abhängigkeit des Konzerns vom chinesischen Markt. Infineon erzielt ungefähr ein Drittel seines Umsatzes in China, und die chinesische Regierung drängt einheimische Unternehmen dazu, künftig möglichst viele Halbleiter selbst zu fertigen – auch im für Infineon wichtigen Automobilbereich.
Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie von 33 für das Geschäftsjahr 2024/25 ist zudem hoch. Wer aktuell einsteigen will, braucht einen langen Atem.
Infineon Technologies AG: ISIN DE0006231004 / WKN 623100
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