Intel hat laut einem Bericht mehrere Interessenten für einen Verkauf seiner Tochter Altera. / Foto: Intel

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Intel: Entscheidung bei Altera-Verkauf soll zeitnah fallen

Der angeschlagene US-Chiphersteller Intel will bis Ende Januar 2025 eine Entscheidung über den Verkauf seiner Spezialchiptochter Altera treffen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Demnach liegen mehrere Optionen auf dem Tisch.

Als mögliche Käufer kämen vor allem eine Reihe von Private-Equity-Firmen in Frage. Mit einigen von ihnen, etwa den US-Gesellschaften Apollo Global Management und Bain Capital, hat Intel bereits Geschäfte gemacht, weil die Unternehmen Anteile an Intel-Fabriken erworben haben.

Nur ein Chipkonzern interessiert

Einziger Interessent aus der Industrie ist laut Bloomberg der US-Technologiekonzern Lattice Semiconductor, wie Altera ein Hersteller von frei programmierbaren Logikbausteinen (FPGA). Allerdings sei es unwahrscheinlich, dass Lattice die auf 8 Milliarden Dollar geschätzte Übernahme von Altera alleine stemmen könne.

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Intel könnte sich dem Bericht zufolge aber auch einen Teilverkauf von 20 bis 30 Prozent an Altera vorstellen. Zudem wäre es möglich, dass sich Lettice Partner für die Übernahme sucht. Auch eine Abspaltung mit einem Börsengang der Spezialchip-Tochter steht für Intel demnach weiter zur Debatte.

Bis Ende Januar will Intel nun entscheiden, was genau mit Altera passiert und an wen die Tochter gehen könnte, so Bloomberg. Verkündet wird die Entscheidung dann womöglich bei Präsentation der Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2024.

Die Intel-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 1,2 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 18,17 Euro (Stand: 20.12.2024, 11:32 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie 22,2 Prozent an Wert eingebüßt, im Jahresvergleich ging es für den Kurs 56,3 Prozent abwärts.

Rote Zahlen und viele Unsicherheiten

Intel hat durch strategische Fehler insbesondere bei der Wahl seiner Fertigungsmethoden technologisch den Anschluss an Konkurrenten wie TSMC verloren. Beim Boom-Thema Künstliche Intelligenz (KI) spielt Intel daher bislang praktisch keine Rolle. Im dritten Quartal 2024 meldete Intel mit 16,6 Milliarden Dollar den größten Verlust seiner Unternehmensgeschichte – hauptsächlich aufgrund von Abschreibungen und Kosten für Umstrukturierungen.

Mit einem neuen Fertigungsprozess namens "Intel 18A" möchte der Konzern bis Ende 2025 den Weltmarktführer TSMC technologisch wieder überholen – ob das gelingt, ist aber offen. Aktuell muss Intel sparen und hat auch mehrere Fabrikprojekte wieder gestoppt, etwa in Magdeburg. Nach dem überraschenden Abgang von Konzernchef Pat Gelsinger hat die Übergangführung zuletzt auch eine mögliche Abspaltung der Chip-Fertigung nicht mehr ausgeschlossen.

ECOreporter rät defensiven Anlegerinnen und Anlegern derzeit von einem Einstieg in die Intel-Aktie ab. Zwar genießt der Konzern starke politische Rückendeckung und erhält hohe Subventionen. Aktuell sind die Unsicherheiten aber zu hoch.

Intel Corp.: ISIN US4581401001 / WKN 855681

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