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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie, Aktien-Favoriten, Interview
Interview: ABO Energy auf dem Weg in eine neue Kapitaldimension?
Alexander Koffka, Unternehmenssprecher von ABO Energy aus Wiesbaden, erläutert im zweiten Teil des ECOreporter-Interviews unter anderem, warum Strom nicht gleich Strom ist, welche Rolle Batterien für den Strompreis spielen, wie er internationale Märkte für Erneuerbare Energie beurteilt und warum die Gründerfamilien den Windenergiepionier ABO Energy wieder von einer Kommanditgesellschaft auf Aktien in eine Aktiengesellschaft umformen wollen.
Den ersten Teil unseres Interviews mit Alexander Koffka können Sie hier lesen.

Alexander Koffka, Bereichsleiter Kommunikation der ABO Energy. / Foto: ABO Energy
Herr Koffka, ABO Energy will künftig nicht nur Erneuerbare-Energien-Parks bauen, sondern auch selbst Anlagen betreiben. Haben Sie konkrete Ziele für die Größe der eigenen Kraftwerksparks?
Alexander Koffka: Wir wollen zügig in die Größenordnung ein Gigawatt, also 1.000 Megawatt. Nur als Rechenbeispiel: Das wären 200 moderne Windkraftanlagen. Photovoltaik kostet pro Megawatt deutlich weniger. Aber der Solarstrom ist am Markt auch weniger wert, weil ich ihn ja hauptsächlich in der Tagesmitte produziere. Noch dazu, wenn viele andere Solaranlagen gleichzeitig dasselbe tun. Eine Windkraftanlage liefert über das Jahr gesehen viel häufiger Strom, an viel mehr Stunden im Jahr. Daher ist der Strom aus Windkraft wertvoller.
Welche Rolle spielen Speicherbatterien für den Preis, den man beim Stromverkauf am freien Markt erzielen kann, also ohne die gesetzliche Einspeisevergütung von 7 Cent pro Kilowattstunde?
Die Batterien produzieren ja keinen Strom, sie speichern den schon hergestellten Strom, sodass man ihn dann an die Kunden liefern kann, wenn sie ihn brauchen. Batterien sind teuer, und den Strom erst darin zu speichern und ihn dann zu liefern, das verbraucht auch Energie. Dennoch lohnt es sich, weil bedarfsgerecht gelieferter Strom eben wertvoller ist.
Mit einem „normalen“ Windpark, der den Strom für 7 Cent pro Kilowattstunde ins große Stromnetz einspeist, habe ich aber für 20 Jahre nicht das Risiko, keine Kunden zu finden.
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