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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie
Jinko Solar erzielt weniger Umsatz und schreibt rote Zahlen
Der chinesische Solarmodulhersteller Jinko Solar hat im zweiten Quartal 2024 zwar mehr Module ausgeliefert, damit aber deutlich weniger Geld eingenommen. Das Unternehmen rutschte in die Verlustzone.
Jinko lieferte im zweiten Quartal Solarzellen und -module mit einer Gesamtleistung von 25.318 Megawatt (MW) aus, ein Plus von 36 Prozent zum Vorjahr. Davon entfielen 23.822 MW auf Solarmodule und 1.496 MW auf Solarzellen und Wafer.
Niedrige Preise belasten
Der Umsatz fiel im Zeitraum April bis Juni aber im Vergleich zum Vorjahr um 21,6 Prozent auf 24 Milliarden Yuan (3 Milliarden Euro). Grund dafür war der Preisverfall bei Modulen. Die Preise haben dem US-Datendienstleister Bloomberg New Energy Finance (BNEF) zufolge aktuell ein Allzeittief erreicht.
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Jinko meldete zudem einen Nettoverlust von 101 Millionen Yuan (13 Millionen Euro). Im Vorjahr hatte der Konzern im gleichen Zeitraum noch einen Gewinn von 1,3 Milliarden Yuan erzielt. Die operative Marge lag im zweiten Quartal bei minus 4,6 Prozent.
Wie das Unternehmen erklärte, gestaltet sich die Situation am Markt aktuell ambivalent. Die weltweite Nachfrage nach Solaranlagen stieg demnach in der ersten Hälfte des Jahres 2024, wobei allein China 102 Gigawatt zubaute. Gleichzeitig haben Hersteller von Solarzellen und Solarmodulen wegen des harten Preisverfalls Kapazitätserweiterungen aufgeschoben und teils sogar ihre Produktion zurückgefahren. Wie Jinko erklärte, sei der Konzern trotz der aktuellen Herausforderungen optimistisch, was Kostensenkungen und allmähliche Marktverbesserungen angeht.
Aktie auf Jahressicht 46 Prozent im Minus
Die Aktie von Jinko Solar ist im Tradegate-Handel aktuell 1,7 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 17,16 Euro (Stand: 3.9.2024, 9:49 Uhr). Im Monatsvergleich notiert die Aktie 4,1 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 46,4 Prozent an Wert eingebüßt.
Jinko ist der weltweit größte Hersteller von Solarzellen und Solarmodulen und leistet einen wichtigen Beitrag zum weltweiten Ausbau der Photovoltaik. Allerdings wird dem Konzern vorgeworfen, in seiner Produktion Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter einzusetzen. Jinko weist dies zurück. Eine detaillierte Betrachtung des Falls finden Sie hier: Zwangsarbeit in China für Solarzellen? Die Hintergründe. In den USA trat im Juni 2022 ein Gesetz in Kraft, das den Import von Produkten aus der chinesischen Provinz Xinjiang verbietet.
Darüber hinaus sind Investments in der Parteidiktatur China generell problematisch. Lesen Sie hierzu die ECOreporter-Analyse Können chinesische Aktien nachhaltige Geldanlagen sein?
Die Aktie von Jinko hat sich nicht gut entwickelt. Insbesondere in den letzten vier Jahren schwankte sie deutlich, seit Juni 2022 geht es für den Kurs abwärts. Auf fünf Jahre betrachtet ist die Aktie 12,2 Prozent im Minus. Zudem plagen den Konzern chronisch niedrige Margen, in diesem Jahr wird Jinko vermutlich rote Zahlen schreiben. ECOreporter rät vom Einstieg in die Aktie ab.
Lesen Sie auch die ECOreporter-Dossiers Der ECOreporter-Solaraktien-Überblick: Maschinen, Module und Wechselrichter (Teil 1) und Der ECOreporter-Solaraktien-Überblick: Projektierer und Betreiber von Solaranlagen (Teil 2).
Jinko Solar ADR: ISIN US47759T1007 / WKN A0Q87R