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Li-Cycle: Batterie-Recycler will Fabrik in Italien schneller eröffnen
Der kanadische Batterie-Recycler Li-Cycle will seine gemeinsam mit dem Schweizer Rohstoffkonzern Glencore geplante Verarbeitungsanlage auf der italienischen Mittelmeerinsel Sardinien schneller als ursprünglich vorgesehen in Betrieb nehmen. Dafür soll der Aufbau der Produktion in zwei Phasen erfolgen.
In der neu angekündigten Phase 1 soll bereits in der ersten Hälfte des Jahres 2024 eine erste Hauptlinie in Betrieb genommen werden, die bis zu 11.000 Tonnen der sogenannten Schwarzen Masse verarbeiten kann. Li-Cycle will in dieser ersten Phase bis zu 1.500 Tonnen Lithiumcarbonat sowie bis zu 3.000 Tonnen Nickel und bis zu 500 Tonnen Kobalt pro Jahr gewinnen.
Europäische Batterie- und Elektrofahrzeugindustrie als Abnehmer
Die Schwarze Masse ist eine pulverförmige Substanz, die Li-Cycle in seinen Verarbeitungsanlagen ("Spokes") durch das Recycling von Schrott aus der Batterieherstellung und Altbatterien selbst herstellt. Eine solche Anlage nahm das Unternehmen Anfang August in Magdeburg in Betrieb. Die Schwarze Masse enthält eine Reihe wertvoller Metalle, darunter Lithium, Nickel und Kobalt. Wie schätzt ECOreporter die Li-Cycle-Aktie ein?
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In den Hubs genannten Nachverarbeitungsanlagen will Li-Cycle die wertvollen Materialien, die etwa in der Batterieherstellung benötigt werden, aus der Schwarzen Masse gewinnen. Bislang verkauft Li-Cycle die Schwarze Masse noch an externe Raffinerien. Die erste Li-Cycle-Fabrik für die Aufbereitung Schwarzer Masse soll Ende 2023 in den USA in Betrieb gehen. In Italien soll etwa die in Magdeburg hergestellte Schwarze Masse verarbeitet werden.
Bislang war der Produktionsstart in Italien erst für Ende 2026, Anfang 2027 geplant gewesen. Das soll nun der Zeitplan für den Start der sogenannten Phase 2 sein, die die Verarbeitungskapazität auf 50.000 bis 70.000 Tonnen Schwarze Masse erhöhen soll. Damit wird laut Unternehmen die Produktion von 16.500 Tonnen Lithiumcarbonat sowie bis zu 18.000 Tonnen Nickel und 2.250 Tonnen Kobalt pro Jahr möglich sein.
Die Finanzierung des Projekts soll von Glencore kommen, die Schweizer übernehmen auch Bau und Betrieb des Werks. Die Technologie und das entsprechend geschulte Personal will Li-Cycle bereitstellen. Gemeinsam möchten die Unternehmen "der bevorzugte Partner für die europäische Batterie- und Elektrofahrzeugindustrie werden", wie Glencore-Recycling-Chef Kunal Sinha in einer Pressemeldung erklärte.
An einer deutschen Börse ist die Li-Cycle-Aktie bislang noch nicht gelistet. Hiesige Anlegerinnen und Anleger können das Papier etwa bei der Commerzbank über den Direkthandel der französischen Großbank Société Générale (LT Société Générale) kaufen. Dabei fallen zusätzliche Gebühren an.
Vorsicht bei Investment-Wetten
Auf dieser Plattform schloss die Aktie am gestrigen Montag 0,7 Prozent im Minus zum Vortag bei 4,01 Euro. In den vergangenen drei Monaten verlor die Aktie 21,4 Prozent an Wert, im Jahresvergleich ist sie 33 Prozent im Minus.
ECOreporter sieht die Li-Cycle-Aktie als hochspekulatives Investment. Die tatsächliche Perspektive des Recyclinggeschäfts als Zulieferer für Batteriehersteller ist unklar. Noch macht Li-Cycle hohe Verluste, im zweiten Quartal belasteten niedrige Rohstoffpreise auch den Umsatz. Ein Einstieg kommt nur für Anlegerinnen und Anleger in Frage, die eine Wette eingehen wollen und auf das eingesetzte Kapital verzichten können.
Aussichtsreichere Recycling-Aktien finden Sie in unserem Dossier Müll, Schrott, Recycling: Die besten Aktien der Kreislaufwirtschaft.
Li-Cycle Holdings Corp.: ISIN CA50202P1053 / WKN A3CWUT
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13.02.26
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