Maersk erwartet für 2024 höhere Gewinne. / Foto: Pixabay

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Maersk erhöht nach drittem Quartal erneut Gewinnprognose

Die dänische Großreederei A.P. Moller-Maersk hat bereits zum vierten Mal in diesem Jahr ihre Prognose für das Gesamtjahr erhöht. Der Konzern verweist auf eine stärkere Nachfrage und höhere Frachtraten, die durch die Unterbrechung von Lieferketten infolge der Rebellenangriffe im Roten Meer verursacht wurden.

Für 2024 erwartet Maersk nun ein um Sondereffekte bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zwischen 11,0 und 11,5 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwischen 5,2 und 5,7 Milliarden Dollar. Zuvor war das Unternehmen von einem bereinigten EBITDA zwischen 9 und 11 Milliarden Dollar und einem EBIT zwischen 3 und 5 Milliarden Dollar ausgegangen. Damit wurden auch die Prognosen der Analysten übertroffen.

Probleme im Roten Meer dauern an

Maersk hatte seine Gewinnprognose für 2024 bereits im Mai, Juni und August angehoben, da der Konflikt am Roten Meer größere Auswirkungen auf die weltweiten Lieferketten hat als erwartet. Seit Monaten legen Angriffe von Huthi-Rebellen auf Handelsschiffe den Warentransport durch das Rote Meer weitgehend lahm. Über diese Route werden in normalen Zeiten rund 12 Prozent des weltweiten Seehandels abgewickelt.

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Reedereien wie Maersk meiden das Gebiet und leiten ihre Schiffe über das Kap der Guten Hoffnung im Süden Afrikas um. Das kostet deutlich mehr Zeit und treibt die Frachtraten, also die Preise für den Transport von Waren, in die Höhe. Anfang Oktober hatte Maersk mitgeteilt, dass der Konzern auch zum Start einer Flottenpartnerschaft mit der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd im kommenden Jahr an der Afrika-Route festhalten werde. Die Unternehmen gehen davon aus, dass das Rote Meer für Containerschiffe bis weit ins nächste Jahr hinein unsicher bleiben wird.

Maersk teilte zudem mit, dass man in diesem Jahr mit einem Wachstum der weltweiten Containernachfrage um 6 Prozent rechne. Zuvor hatte der Konzern eine Spanne von 4 bis 6 Prozent angegeben.

Im dritten Quartal 2024 erzielte Maersk nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von 15,8 Milliarden Dollar. Das bereinigte EBITDA lag bei 4,8 Milliarden Dollar, das bereinigte EBIT bei 3,3 Milliarden Dollar. Nettozahlen gab Maersk noch nicht bekannt.

Nach Anhebung der Prognose gewann die Maersk-Aktie am Montag rund 5 Prozent an Wert. Aktuell notiert sie im Tradegate-Handel 2,3 Prozent im Minus zum Vortag bei 1.383,00 Euro (Stand: 22.10.2024, 10:07 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 4,0 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 5,6 Prozent an Wert verloren.

Zwar sind die steigenden Frachtraten für Maersk gute Neuigkeiten. Allerdings hatte der Konzern die Preise ursprünglich auch auf sehr niedrigem Niveau erwartet. Zum Jahresstart hatte Maersk 2024 sogar einen Nettoverlust für möglich gehalten. Analysten der Finanzagentur Bloomberg befürchten eine Überkapazität auf dem Containermarkt, sobald die Krise im Roten Meer überwunden ist. Das könnte die Geschäfte von Maersk 2025 und 2026 unter Druck setzen. Der Konzern investiert deshalb verstärkt auch in den Gütertransport an Land, wo die Gewinnmargen in der Vergangenheit höher waren als auf See.

Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2024 von 5 ist die Maersk-Aktie derzeit eher niedrig bewertet, ECOreporter sieht auch weiter Potenzial für das Papier. Anlegerinnen und Anleger müssen aber mit erhöhten Risiken leben können und einen langen Atem mitbringen. In den letzten Jahren schwankte die Aktie deutlich – auf drei Jahre betrachtet gab der Kurs um 36 Prozent nach, auf fünf Jahre gesehen stieg er um 38 Prozent. Die erwartete Dividendenrendite für 2024 beträgt gute 2,3 Prozent.

A.P. Moller-Maersk A/S Class A:

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