Centrotherm blickt auf "ein zufriedenstellendes erstes Halbjahr 2024" zurück. / Foto: imago images

  Nachhaltige Aktien

Maschinenbauer Centrotherm verzeichnet weniger Aufträge

Der Maschinenbauer Centrotherm hat im ersten Halbjahr 2024 deutlich weniger Aufträge verbucht als im Vorjahreszeitraum. Die meisten Bestellungen erhält das Unternehmen aus dem baden-württembergischen Blaubeuren nach wie vor aus der Chipindustrie.

Insgesamt verbuchte Centrotherm von Januar bis Juni Neuaufträge in Höhe von knapp 87 Millionen Euro, im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch Bestellungen in Höhe von 113 Millionen Euro verzeichnet. Mit 73,8 Millionen Euro stammen derzeit 85 Prozent der Aufträge aus der Halbleiterindustrie und 14 Prozent, entsprechend 12,5 Millionen Euro, aus der Photovoltaikindustrie.

Unternehmen bestätigt Prognose - was macht die Aktie?

Auch der Umsatz lag im ersten Halbjahr 2024 mit 56,7 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahreswert von 60,1 Millionen Euro. Die Gesamtleistung des Konzerns stieg hingegen deutlich von 74 auf rund 143 Millionen Euro, da der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen zunahm. Centrotherm erwirtschaftete im ersten Halbjahr 80 Prozent des Umsatzes im Ausland, insbesondere in Asien - ein leichter Rückgang gegenüber 90 Prozent im Vorjahr.

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Auch das Ergebnis vor Zinsen Steuern und Abschreibungen blieb "der Umsatzentwicklung folgend" mit 3,4 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von 5,0 Millionen Euro, wie Centrotherm mitteilte. Unter dem Strich halbierte sich das Nettoergebnis etwa auf 1,3 Millionen Euro.

Centrotherm sprach in seiner Mitteilung zu den Zahlen von einem "zufriedenstellenden ersten Halbjahr 2024" und bestätigte seine Prognose für das Gesamtjahr. Der Konzern erwartet demnach eine Gesamtleistung von 200 bis 300 Millionen Euro, ein erneut positives EBITDA im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich sowie ein Auftragseingang von ebenfalls 200 bis 300 Millionen Euro.

Die Centrotherm-Aktie ist im gettex-Handel aktuell 6 Prozent Prozent im Minus zum Vortag und kostet 3,76 Euro (Stand: 15.10.2024, 11:13 Uhr). Seit einer kurzen Erholungsphase im Juli geht es für die Centrotherm-Aktie abwärts, im Monatsvergleich ist sie 7,4 Prozent im Minus, auf Jahressicht hat sie 25,5 Prozent an Wert eingebüßt.

Sehr riskantes Investment

Aus Sicht von ECOreporter ist die Centrotherm-Aktie ein sehr riskantes Investment. Zwar gelang dem Unternehmen 2021 die Rückkehr in die schwarzen Zahlen, in den letzten zwei Jahren konnte Centrotherm seinen Gewinn auch jeweils steigern. 2024 könnte jedoch wieder ein Nettoverlust anfallen. Die Aktie kommt zudem kaum vom Fleck: Trotz der Geschäftsbelebung in den vergangenen drei Jahren ist der Kurs in diesem Zeitraum um fast 40 Prozent eingebrochen. Immerhin: Die Aktie steht immer noch rund doppelt so gut da wie vor fünf Jahren.

Zwar könnte Centrotherm in Zukunft von einer steigenden Nachfrage vor allem im Chipsektor profitieren. Aktuell ist die Auftragslage aber eher mau. Für defensive Anlegerinnen und Anleger ist die Aktie aus Sicht der Redaktion keine Option.

Centrotherm International AG: ISIN DE000A1TNMM9 / WKN A1TNMM

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