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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie
Meyer Burger mit nächstem Italien-Vertrag, Aktie deutlich im Plus
Das angeschlagene Schweizer Solarunternehmen Meyer Burger wird erneut Solarmodule aus seinem Lagerbestand nach Italien liefern. Die Aktie ihren den Aufwärtstrend der letzten Wochen fort und steigt deutlich. Anlegerinnen und Anleger sollten aber vorsichtig sein.
Wie Meyer Burger mitteilte, hat das Unternehmen mit dem internationalen Solargroßhändler OGT Solar eine Liefervereinbarung für Solarmodule für den italienischen Markt unterzeichnet. Die entsprechenden Module stammen aus dem Lagerbestand von Meyer Burger und wurden noch in dem inzwischen geschlossenen Werk im sächsischen Freiberg gefertigt.
Aktie als Spekulationsobjekt
Die aktuelle Vereinbarung ist bereits die dritte ihrer Art, über Umfang und Konditionen des Geschäfts machte Meyer Burger erneut keine Angaben. Die Freiberg-Module sind laut Unternehmen die einzigen Module am Markt, die in die höchste italienische Förderstufe fallen.
"Der italienische Solarmarkt bietet derzeit eine einzigartige Chance für Hersteller, die noch in Europa produzierte Produkte verfügbar haben", sagt Sven Stoffers, Vertriebsleiter bei Meyer Burger. "Gezielte Förderprogramme treiben die Nachfrage nach in der EU produzierten Modulen an, schaffen faireren Wettbewerb und geben der heimischen Solarindustrie neuen Auftrieb."
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Meyer Burger hatte sein Werk in Freiberg geschlossen, weil das Unternehmen sich durch Deutschland und die EU nicht genügend gefördert sah und die Marktbedingungen in Europa als zu schlecht einschätzte. Die Schweizer verlegten die Modulproduktion daher in die USA.
Der erhoffte Befreiungsschlag gelang dem Unternehmen mit dem Schritt aber nicht. Meyer Burger befindet sich in erheblicher finanzieller Schieflage, aktuell wird das Unternehmen von einer Gläubigergruppe über eine Brückenfinanzierung am Leben erhalten und sucht einen Käufer. Die Kreditsumme der Brückenfinanzierung wurde bereits mehrmals erhöht und die Rückzahlungsfrist immer wieder verschoben. Zuletzt machte Meyer Burger keine Angaben mehr zur Laufzeit des Darlehens oder zum Stand der Verhandlungen mit möglichen Käufern.
Die Meyer Burger-Aktie ist als Schweizer Wertpapier in Deutschland nur eingeschränkt handelbar. Am außerbörslichen deutschen Handelsplatz Lang & Schwarz ist die Aktie aktuell 19 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 2,29 Euro (Stand: 1.4.2025, 10:42 Uhr). Das Papier ist schon länger ein Spekulationsobjekt. Seit Anfang März stieg der Kurs kräftig und ist auf Monatssicht 33,6 Prozent im Plus. Auf zwölf Monate gesehen hat die Aktie allerdings 90 Prozent ihres Werts verloren.
Ob Meyer Burger eine Insolvenz abwenden oder einen Käufer finden kann, ist aktuell unklar. Allein durch die Verkäufe von Modul-Restbeständen nach Italien wird sich das Unternehmen kaum sanieren können. Private Anlegerinnen und Anleger sollten sich an Spekulationsgeschäften mit hochriskanten Aktien wie Meyer Burger nicht beteiligen. ECOreporter rät vom Kauf ab.
Meyer Burger Technology AG: ISIN CH1357065999 / WKN A40H1E