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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie
Milliardendeal: Orsted verkauft halben taiwanesischen Windpark
Der dänische Energiekonzern Ørsted verkauft für 11,6 Milliarden Dänische Kronen (1,6 Milliarden Euro) eine Hälfte seines taiwanesischen Offshore-Windparks Greater Changhua 4. Käufer ist der taiwanesische Versicherer Cathay Life Insurance.
Der derzeit im Bau befindliche Windpark Greater Changhua 4 soll laut Ørsted eine Leistung von 583 Megawatt (MW) besitzen und bis Ende 2025 fertiggestellt werden. Teil des Geschäfts ist, dass Cathay die Baukosten für seine Hälfte des Windparks trägt. Die anderen 50 Prozent des Parks bleiben im Besitz von Ørsted.
Stromabnahmevertrag mit TSMC
Greater Changhua 4 wird derzeit zusammen mit dem Windpark Greater Changhua 2b errichtet, der vollständig im Besitz von Ørsted ist. Greater Changhua 2b und 4 sollen gemeinsam über eine Gesamtkapazität von 920 MW verfügen, für sämtlichen produzierten Strom wurde ein 20-jähriger Abnahmevertrag mit dem taiwanesischen Chipfertiger TSMC geschlossen.
Wie ECOreporter die Ørsted-Aktie aktuell einschätzt, erfahren Sie im Premium-Bereich. Weitere Analysen zu Aktien aus dem Erneuerbare-Energien-Sektor lesen Sie in den jeweils zweiteiligen ECOreporter-Dossiers zu Windaktien und zu Solaraktien.
Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.
Greater Changhua 2b und 4 befinden sich neben den 900-MW-Windparks Greater Changhua 1 und 2a, die bereits in Betrieb sind. Zusammen kann das 1,82-GW-Windcluster Greater Changhua laut Ørsted genug Energie erzeugen, um fast zwei Millionen taiwanesische Haushalte mit Strom zu versorgen.
"Wir freuen uns, unser Partnerschaftsmodell im asiatisch-pazifischen Raum erneut anzuwenden und die Entwicklung der Offshore-Windenergie in der Region gemeinsam mit Cathay voranzutreiben", sagt Ørsted-Chef Rasmus Errboe. "Wir sind mit der Transaktion zufrieden, da sie einen weiteren wichtigen Meilenstein in unserem Partnerschafts- und Veräußerungsprogramm darstellt und weitere Fortschritte auf dem Weg zu unseren mittel- und langfristigen Zielen gewährleistet."
Cathay Life Insurance ist eine Tochtergesellschaft des Vermögensverwalters Cathay Financial Holdings. Der Finanzkonzern ist über seine Tochtergesellschaft Cathay Private Equity auch ein Investor im Offshore-Windpark Greater Changhua 1 von Ørsted.
Die Ørsted-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 1,8 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 47,33 Euro (Stand: 11.12.2024, 9:41 Uhr). Im Monatsvergleich notiert die Aktie 4,7 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 4,1 Prozent zugelegt.
Mit Risiko, aber interessant
Ørsted leidet wie viele Grünstromunternehmen bereits seit Jahren unter steigenden Kosten für den Bau neuer Anlagen und unter Projektverzögerungen. In den ersten drei Quartalen 2024 gelang dem Konzern allerdings die Rückkehr in die schwarzen Zahlen (ECOreporter berichtete hier). Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie ist für 2024 mit 16 vertretbar. Für 2025 liegt es bei noch moderateren 14.
Die Ørsted-Aktie hat von Anfang 2021 bis November 2023 stark an Wert verloren. In diesem Jahr bewegt sich der Kurs vor allem seitwärts, der Wahlsieg Donald Trumps hat zuletzt wieder für Rücksetzer gesorgt. Im wichtigen US-Markt rechnet das Unternehmen weiterhin mit erhöhten Baukosten und regulatorischen Unsicherheiten – der Konzern hat in den Vereinigten Staaten in den letzten zwei Jahren mehrere Projekte abgesagt.
Ørsted errichtet vor allem Windparks auf See (Offshore-Windkraft), baut aber auch seinen Bestand an Wind- und Solarparks an Land stetig aus. Anfang Dezember schloss der Konzern in Deutschland seinen ersten Stromabnahmevertrag für ein Erneuerbare-Energien-Kraftwerke an Land ab. Für risikoaffine Anlegerinnen und Anleger bleibt die Ørsted-Aktie interessant, die hohen Börsenverluste der letzten Jahre können als Kaufchance gesehen werden.
Ørsted A/S: ISIN DK0060094928 / WKN A0NBLH
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