Orsted hat in den USA die Verträge für zwei Offshore-Windparks festgezurrt. / Foto: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie

New York schließt Offshore-Windkraftverträge mit Orsted ab

Der dänische Energiekonzern Ørsted hat in den USA mit dem Bundesstaat New York die Verträge für die Offshore-Windkraftprojekte Empire Wind 1 und Sunrise Wind abgeschlossen. Empire Wind entsteht in Kooperation mit dem norwegischen Energieunternehmen Equinor, für Sunrise Wind arbeiten die Dänen mit dem US-Energieversorger Eversource Energy zusammen.

Die Projekte hatten zwischenzeitlich auf der Kippe gestanden: Ørsted und die anderen Entwickler hatten die Konditionen neu verhandelt, um die Rentabilität der Projekte sicherzustellen. Zu den ursprünglichen Bedingungen hätten die Parks laut Ørsted nicht entstehen können, da die Kosten deutlich gestiegen seien.

Wirtschaftlicher Nutzen von mehr als 6 Milliarden Dollar

Im Mittelpunkt standen dabei vor allem die Einnahmen aus der Stromproduktion. Ørsted hatte im vergangenen Jahr mehrere US-Projekte abgesagt und war wegen hoher Abschreibungen in die roten Zahlen gerutscht. Zudem muss der Konzern nach Angaben von Vertretern des US-Bundesstaates New Jersey wegen der Projektabsagen 125 Millionen Dollar Strafe zahlen (ECOreporter berichtete hier).

Mit den neuen Verträgen für Empire Wind 1 und Sunrise Wind sind neue Bestimmungen verbunden, wie die Beteiligten erklärten. So werden die Projektentwickler 32 Millionen US-Dollar für Investitionen in benachteiligte Gemeinden New Yorks und 16,5 Millionen Dollar für die Überwachung von Wildtieren und Fischereien bereitstellen.

Empire Wind 1 und Sunrise Wind müssen außerdem für mindestens 188 Millionen Dollar Eisen und Stahl aus den USA beziehen und Arbeitsverträge für den Betrieb und die Wartung unterzeichnen. Die beiden Projekte sollen kurzfristig mehr als 800 Arbeitsplätze schaffen und 2 Milliarden Dollar in die New Yorker Wirtschaft investieren. Über die vertraglichen Verpflichtungen hinaus sollen die Projekte nach Aussage der Behörden einen wirtschaftlichen Nutzen von mehr als 6 Milliarden Dollar im gesamten Bundesstaat New York bringen.

Empire Wind 1 mit einer Leistung von 810 Megawatt befindet sich bereits in der Bauphase, der erste Strom wird für das Jahr 2026 erwartet. Auch Sunrise Wind wird voraussichtlich 2026 fertiggestellt sein, Ørsted will den Anteil seines Partners Eversource aufkaufen.

Weltweit sind die Entwicklungskosten gestiegen

Die Ørsted-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 1,2 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 55,10 Euro (Stand: 5.6.2024, 10:54 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie 3,6 Prozent eingebüßt, im Jahresvergleich beträgt der Wertverlust 33,1 Prozent.

Ørsted leidet weltweit unter den gestiegenen Kosten im Windparkprojektgeschäft. Um rentabler zu werden, hat der Konzern den Abbau von Arbeitsplätzen angekündigt und will für die Geschäftsjahre 2023 bis 2025 keine Dividende zahlen. Zudem verkauft Ørsted sein Frankreich-Geschäft an das Pariser Energieunternehmen Engie, um sich auf aussichtsreichere Märkte zu konzentrieren.

Wie ECOreporter die Ørsted-Aktie aktuell einschätzt, können Sie hier lesen.

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Ørsted A/S: ISIN DK0060094928 / WKN A0NBLH

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