ASML baut die weltweit fortschrittlichsten Chip-Fertigungsanlagen. / Foto: ASML

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Niederlande schränken ASMLs China-Exporte weiter ein

Die niederländische Regierung hat ihre Ausfuhrbeschränkungen für Chip-Produktionsanlagen verschärft. Die neuen Bestimmungen dürften vor allem den niederländischen Weltmarktführer ASML betreffen.

Künftig brauchen niederländische Unternehmen für noch mehr hoch entwickelte Halbleiterprodukte eine staatliche Ausfuhrgenehmigung. Bereits im letzten Jahr hatte die Regierung in Den Haag die Exportbestimmungen für High-Tech-Exporte deutlich verschärft.

„Ich habe diese Entscheidung aus Gründen der Sicherheit getroffen“, erklärte die niederländische Außenhandelsministerin Reinette Klever. „Wir sehen, dass der technologische Fortschritt zu erhöhten Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit dem Export dieser speziellen Produktionsmittel geführt hat, insbesondere im aktuellen geopolitischen Kontext.“

Welche Aussichten hat die ASML-Aktie?

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Auch die neuen Regelungen zielen offenbar in erster Linie auf ASML und seine leistungsstarken Chip-Fertigungsanlagen ab. Den Namen China nennt die Regierung nicht, allerdings verweigerten die niederländischen Behörden schon im letzten Jahr vor allem Ausfuhrlizenzen in das asiatische Land. Dass die Bestimmungen weiter verschärft wurden, dürfte auch damit zusammenhängen, dass die USA diese Woche strengere Regeln für Halbleiterexporte nach China bekannt gegeben haben. Die US-Regierung übt schon seit Jahren Druck auf die niederländische Politik aus, um den Handel von ASML mit chinesischen Kunden zu unterbinden.

ASML ist der weltweit einzige Hersteller von Extrem-Ultraviolett-Lithografieanlagen, die für die Fertigung von Chips der neuesten Generation benötigt werden. Der Konzern ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen, er profitiert stark von der hohen Nachfrage nach Chips im Bereich Künstliche Intelligenz (KI). Im ersten Halbjahr 2024 übertraf der Unternehmensgewinn die Prognosen, auch der Auftragseingang zog deutlich an.

Mehr als 230 Prozent Kursplus in fünf Jahren

Die ASML-Aktie hat auf fünf Jahre gesehen mehr als 230 Prozent an Wert gewonnen, büßte in den letzten drei Monaten aber 25 Prozent ein, weil Marktbeobachter befürchten, dass die Erwartungen an den KI-Sektor zu optimistisch sind – aber auch wegen der Risiken von ASML im wichtigen China-Geschäft. China war zuletzt trotz der bereits geltenden Ausfuhrbeschränkungen weiterhin der wichtigste Markt des Unternehmens.

Am Freitag notierte die Aktie im Tradegate-Handel bei 713,70 Euro und war damit im Wochenvergleich 11 Prozent im Minus (Stand 6.9.2024, 10:25 Uhr). Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktie für 2024 ist nach den starken Kurszuwächsen mit 44 hoch. Hinzu kommen die Unsicherheiten in China.

ECOreporter schätzt die langfristigen Perspektiven von ASML weiterhin positiv ein, defensive Anlegerinnen und Anleger sollten sich auf dem aktuellen Kursniveau aber zurückhalten.

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ASML Holding N.V.:  ISIN NL0010273215 / WKN A1J4U4

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