Nikola kann die Zahl seiner verkauften Wasserstoff-LKWs steigern. / Foto: Nikola

  Nachhaltige Aktien

Nikola liefert mehr Wasserstoff-LKWs aus – Aktie gewinnt 20 %

Der US-amerikanische Elektrofahrzeug-Entwickler Nikola hat im dritten Quartal 2024 mehr LKWs mit Wasserstoff-Brennstoffzelle ausgeliefert als im Vorjahr und seine eigene Prognose erfüllt. Die Aktie gewinnt deutlich – wie bewertet ECOreporter das Papier?

Nikola verkaufte zwischen Juli und September 88 Brennstoffzellen-LKWs der Marke HYLA in den USA und Kanada. Damit stiegen die Verkäufe im Jahresvergleich um 22 Prozent, auch das Vorquartal mit 77 verkauften Fahrzeugen wurde übertroffen. Das Unternehmen lag im Rahmen der Verkaufsprognose von 80 bis 100 Brennstoffzellen-LKWs für das Quartal.

In den ersten drei Quartalen 2024 verkaufte Nikola somit 200 Wasserstoff-Brennstoffzellen-LKW im Großhandel und insgesamt 235 seit dem Verkaufsstart der Brennstoffzellenversion im vierten Quartal 2023. Für das gesamte Jahr erwartet Nikola die Auslieferung von 300 bis 350 LKWs mit Wasserstoffantrieb.

Wie steht die Nikola-Aktie da?

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Als Reaktion auf die Nachricht stieg die Nikola-Aktie Ende vergangener Woche um rund 20 Prozent. Aktuell ist sie im Tradegate-Handel zum Freitag 2,6 Prozent im Plus und kostet 4,70 Euro (Stand: 7.10.2024, 10:09 Uhr). Auf Monatssicht notiert die Aktie 2,2 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 88 Prozent ihres Werts eingebüßt.

Nikola produziert Elektrofahrzeuge mit Batterieantrieb und seit dem vierten Quartal 2023 auch mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb. In der Vergangenheit hatte das Unternehmen immer wieder mit Produktionsproblemen zu kämpfen, 2023 baute Nikola nur 138 Batteriefahrzeuge und lieferte lediglich 114 aus. Pläne für eine Produktion in Europa mussten aufgegeben werden. Das Unternehmen musste sich immer wieder frisches Kapital beschaffen, zu immer ungünstigeren Konditionen.

Die Zahl der verkauften LKWs steigt zwar an, bleibt aber auf sehr niedrigem Niveau. Nikola konnte die hohen mittelfristigen Erwartungen bisher nicht erfüllen. Stattdessen ist die noch junge Geschichte des Unternehmens reich an Problemen und Skandalen. Der Gründer und ehemalige Chef des Unternehmens, Trevor Milton, wurde Ende 2023 wegen Betrugs zu vier Jahren Haft verurteilt. Er hat nach Überzeugung des Gerichts Anlegerinnen und Anleger in der Anfangsphase des Unternehmens über den technologischen Stand bei Nikola getäuscht.

Seit dem Börsenstart 2020 hat die Nikola-Aktie mehr als 99 Prozent ihres Werts eingebüßt. ECOreporter rät schon von Beginn an von einem Einstieg in die Aktie ab.

Lesen Sie auch die ECOreporter-Dossiers Von Bloom Energy bis Linde: Das sind die spannendsten Wasserstoff-Aktien und Tesla, BYD, Rivian, Polestar: 10 Elektroauto-Aktien im Crash-Test.

Nikola Corp.: ISIN US6541103031 / WKN A40GAE

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