Nordex hat im dritten Quartal erneut weniger Bestellungen als im Vorjahr verzeichnet. / Foto: Ulrich Mertens

  Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie

Nordex: Schwache Auftragslage im dritten Quartal

Der Hamburger Windanlagenbauer Nordex hat in den ersten neun Monaten 2024 insgesamt mehr Aufträge erhalten als im Vorjahr. Im dritten Quartal lag die Zahl der Bestellungen allerdings deutlich unter dem Vorjahr.

Der Auftragseingang stieg in den ersten neun Monaten laut Nordex um 4 Prozent zum Vorjahr auf 5.083 Megawatt (MW). Im dritten Quartal verbuchte das Unternehmen aber nur Bestellungen im Volumen von 1.726 MW. Der Auftragseingang lag damit deutlich unter den 2.251 MW im Vorjahreszeitraum.

So schätzt ECOreporter die Nordex-Aktie ein

Zudem konnte Nordex den Auftragseingang im Vergleich zum Vorquartal nur leicht steigern. Mit Bestellungen über 1.271 MW hatte das Unternehmen schon im zweiten Quartal deutlich unter den 1.620 MW des Vorjahres gelegen.

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Bei den Zahlen für die gesamten ersten neun Monate profitiert das Unternehmen vom starken ersten Quartal. Von Januar bis März hatte Nordex mehr als doppelt so viele Bestellungen erhalten wie im gleichen Zeitraum 2023.

Die Verkaufspreise zogen 2024 an. In den Monaten Januar bis September lag der durchschnittliche Verkaufspreis je Megawatt Leistung bei 0,9 Millionen Euro, nach 0,85 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Im dritten Quartal stieg der Preis im Vergleich zum Vorjahr von 0,79 auf 0,92 Millionen Euro je Megawatt Leistung.

Die Nordex-Aktie ist im Xetra-Handel aktuell 2,1 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 13,38 Euro (Stand: 9.10.2024, 9:36 Uhr). Im Monatsvergleich hat die Aktie 6,7 Prozent an Wert verloren, im Jahresvergleich ist sie 29,8 Prozent im Plus.

ECOreporter bleibt weiter skeptisch bei der Nordex-Aktie. In den letzten Jahren hat sie immer wieder in kurzer Zeit deutlich an Wert gewonnen, um dann schnell wieder abzustürzen. Zuletzt erreichte die Aktie 2021 mit rund 23 Euro ein Sechs-Jahres-Hoch, seitdem ist der Kurs um 43 Prozent gefallen und schwankt stark.

Die Margen des Konzerns sind schon seit Jahren schwach. Im Geschäftsbericht zum ersten Halbjahr erklärte das Management zuletzt zwar, mittelfristig weiterhin eine Marge von 8 Prozent anzustreben. Nordex hat allerdings schon öfter optimistische Prognosen abgegeben, die das Unternehmen dann nicht erfüllen konnte. Auch schreibt Nordex unverändert rote Zahlen, und viele sogenannte Shortseller wetten auf sinkende Kurse. Die Redaktion rät nicht zum Einstieg.

Für einen tieferen Einblick in die Windbranche lesen Sie auch unseren zweiteiligen Windaktien-Überblick.

Nordex SE: ISIN DE000A0D6554 / WKN A0D655

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