Ørsted kann in Südkorea die Planungen für ein großes Offshore-Projekt fortsetzen. / Foto: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie

Orsted erhält grünes Licht für größtes Offshore-Windprojekt Südkoreas

Der dänische Energieversorger und Windpark-Riese Ørsted hat für ein Offshore-Windprojekt in Südkorea eine Stromgeschäftslizenz (EBL) im Umfang von 1,6 Gigawatt erhalten. Der 70 Kilometer vor der Küste der Stadt Incheon geplante Windpark soll nach seiner Fertigstellung der größte in Südkorea sein.

Mit der Lizenz erhält Ørsted die exklusiven Entwicklungsrechte für den Windpark. Eine endgültige Investitionsentscheidung durch den Konzern steht noch aus.

Lohnt sich die Ørsted-Aktie?

Zu den nächsten Schritten für das Projekt Incheon gehören laut Ørsted Umweltverträglichkeitsprüfungen, Standortuntersuchungen und Vorbereitungen für die Teilnahme an Südkoreas jährlicher Festpreis-Windauktion. Sofern die Ergebnisse dabei positiv ausfallen und zudem eine endgültige Investitionsentscheidung getroffen wird, erwartet der Konzern eine Fertigstellung des Projekts für Anfang der 2030er Jahre.

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"Wir bei Ørsted glauben, dass der grüne Wandel positive Auswirkungen auf Klima und Natur haben und auch dauerhafte Vorteile für die Gesellschaft bringen sollte", erklärte Ronnie Brandstrup, Ørsteds Leiter der Projektentwicklung und Programme in der Region Asien-Pazifik (APAC). Man werde "weiterhin aktiv mit den örtlichen Gemeinden zusammenarbeiten, um während des gesamten Projektzyklus Möglichkeiten für die lokale Industrie, Fischer und Anwohner zu schaffen".

Der Windpark soll in der Lage sein, mehr als eine Million südkoreanische Haushalte mit Erneuerbarer Energie zu versorgen. Südkorea möchte bis 2050 Klimaneutralität erreichen.

Die Ørsted-Aktie gewann nach der Mitteilung im gestrigen Tradegate-Handel 2,5 Prozent an Wert, aktuell ist sie zum Vortag 1,5 Prozent im Minus und kostet 42,76 Euro (Stand: 1.12.2023, 9:05 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie 12,7 Prozent zugelegt, im Jahresvergleich ist sie 52 Prozent im Minus.

Anfang November hatte Ørsted zwei große Windparkprojekte in den USA abgesagt und eine Milliardenabschreibung vorgenommen. Die Aktie war daraufhin eingebrochen. Mittlerweile hat sich der Konzern von zwei hochrangigen Managern getrennt (ECOreporter berichtete hier).

Trotz Lieferkettenproblemen und gestiegener Finanzierungskosten läuft das operative Geschäft von Ørsted aber weiterhin solide. Auch finanziell steht das Unternehmen  nach wie vor ordentlich da: Vermögenswerte von 287 Milliarden Kronen standen Ende September Verbindlichkeiten in Höhe von 208 Milliarden Kronen gegenüber.

Die Redaktion schätzt die langfristigen Aussichten für Ørsted trotz der aktuellen Probleme unverändert positiv ein. Der Konzern ist weltweit führend bei Offshore-Windparks und weitet auch seine Aktivitäten in anderen Bereichen wie Solarenergie, Stromspeichern, CO2-Lagerung (Carbon Capture & Storage, CCS) und grünem Methanol stetig weiter aus.

Nach den hohen Kursverlusten bieten sich bei der Aktie Kaufchancen. Wer jetzt einsteigt, sollte allerdings einen langen Investitionshorizont mitbringen und unruhige Kursverläufe aushalten können.

Lesen Sie auch das ECOreporter-Dossier Die besten Windaktien – wo sich jetzt der Einstieg lohnt.

Ørsted A/S:  ISIN DK0060094928 / WKN A0NBLH

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