Photon Energy hat Ärger in Polen – und verschiebt die Bedienung einer Anleihe. / Foto: Photon Energy

  Nachhaltige Aktien, Anleihen / AIF

Photon Energy verschiebt Zinszahlung für Anleihe wegen Streit in Polen

Der niederländische Erneuerbare-Energien-Konzern Photon Energy hat die vierteljährliche Zinszahlung für eine Anleihe verschoben. Grund ist ein Streit um Rückforderungen mit dem polnischen Übertragungsnetzbetreiber PSE. Anleihenkurs und Aktie von Photon Energy brechen weiter ein.

Die vierteljährliche Zinszahlung in Höhe von rund 1,6 Prozent für die Anleihe Photon Energy N.V. Green Bond 2021/2027 (ISIN DE000A3KWKY4) wäre eigentlich am 23. Februar fällig gewesen. Photon Energy hat jedoch beschlossen, die Zahlung zu verschieben, wie das Unternehmen in einer Pflichtmitteilung erklärte. Damit soll im Streit mit dem polnischen Übertragungsnetzbetreiber PSE die Liquidität gesichert werden.

Übertragungsnetzbetreiber verlangt Geld zurück

Bei dem Streit geht es um Geld aus dem polnischen Kapazitätsmarkt. In Polen bekommen Kraftwerksbetreiber nicht nur Geld für tatsächlich gelieferten Strom, sondern auch dafür, dass sie Leistung bereithalten, falls das Stromnetz diese braucht. Photon Energy bündelt in diesem Markt im Rahmen eines sogenannten virtuellen Kraftwerks viele kleine Stromerzeuger – zu diesem Paket gehören auch fossile Kraftwerke.

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