Solverde ist auf Solaranlagen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen spezialisiert. / Symbolfoto: Pixabay

  Anleihen / AIF

Rendite mit der Sonne: Energiegenossenschaft Solverde

ECOreporter hat in einer Titelgeschichte die Vor- und Nachteile der Geldanlage mit Genossenschaftsanteilen dargestellt. Heute lesen Sie dazu ein konkretes Beispiel: Es geht um Investments in Anteile der Energiegenossenschaft Solverde.

Solverde mit Sitz in Berlin geht zurück auf den 2004 gegründeten Verein Bürgerkraftwerke e.V. Sein Ziel war es, bürgerschaftlich organisierte Erneuerbare Energie-Projekte voranzubringen. Unterstützer waren die Zukunftswerkstatt Saar und das Institut für Zukunfts-Energie- und Stoffstromsysteme.

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2016 wurde der Verein in die jetzige Solverde Bürgerkraftwerke Energiegenossenschaft eG umgewandelt. Die Genossenschaft hat sich auf Sonnenstromkraftwerke konzentriert. Ihr Spezialgebiet ist die Agrar-Photovoltaik.

Anders als bei bisherigen Anlagenkonzepten werden die Photovoltaikanlagen so gebaut, dass genug Platz zwischen den einzelnen Modulreihen für eine landschaftliche Nutzung verbleibt. Die Stromproduktion ist bei den Anlagenkonzepten morgens und abends maximiert, womit die Anlage auf Netzdienlichkeit ausgelegt ist.

Laut Prüfungsbericht 2023 des Genossenschafts-Prüfverbands sind einzelne Töchter der Solverde eG Stand Ende 2022 bilanziell überschuldet. Der Prüfverband sieht aber keine Anhaltspunkte, dass der Fortbestand der Genossenschaft gefährdet wäre - die Überschuldungen seien abschreibungsbedingt, und laut Solverde-Vorstand bestünden genügend stille Reserven im Anlagenvermögen der jeweiligen Unternehmen. Weil die Solverde eG nach dem Handelsgesetzbuch als kleine Genossenschaft gilt, muss sie keinen Lagebericht erstellen. Daher ist dem Prüfverband eigenen Angaben zufolge eine Stellungnahme zur Lagebeurteilung durch den Genossenschaftsvorstand nur eingeschränkt möglich. Wie Solverde gegenüber ECOreporter mitteilte, wird es für das Jahr 2023 keine Gewinnausschüttung geben. Die Gewinnausschüttung in diesem Jahr für das Geschäftsjahr 2023 werde "in das Geschäftsjahr 2024 vorgetragen und in 2025 ausgeschüttet", so Solverde auf Anfrage


Fragen zum Beteiligungsangebot:

Können Privatanleger Genossenschaftsanteile erwerben?Ja
Wo liegt die Höchstgrenze für die Geldanlage von einzelnen Privatanlegern?Keine Höchstgrenze
Was kostet ein Genossenschaftsanteil?1,- Euro
Wie hoch war die Ausschüttung je Genossenschaftsanteil für das Jahr 2021?2,9 Prozent
Wie hoch war die Ausschüttung für 2022?11,8 Prozent
Wie hoch wird die voraussichtliche Ausschüttung für 2023?Keine Ausschüttung
In welcher Höhe haftet der einzelne Genossenschaftsanteil?In Höhe der Einlage, keine Nachschusspflicht
Wie sind die Geschäftsanteile kündbar?Innerhalb des aktuellen Jahres zum 31.12. des nächsten Jahres

Lesen Sie auch unseren Überblick Nachhaltige Rendite mit Genossenschaftsanteilen – so funktioniert's.

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