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Rivian: Milliardenkredit für neue US-Fabrik
Der US-Elektroautobauer Rivian hat eine vorläufige Kreditzusage über 6,6 Milliarden Dollar vom US-Energieministerium erhalten. Das Unternehmen will das Geld für den Aufbau eine modernen Produktionsstätte im Bundesstaat Georgia verwenden.
Rivian plant, in dem Werk Modelle seiner neuen Mittelklasse-Plattform zu produzieren, darunter vor allem die SUVs R2 und R3. Die Fahrzeuge sollen laut Rivian-Chef RJ Scaringe deutlich preisgünstiger sein als die bisherigen Angebote des Konzerns, die im Premiumsegment angesiedelt sind. Eine konkrete Preisspanne nannte Scaringe allerdings nicht.
Fokus auf Nachhaltigkeit
Mit der geplanten Produktionsanlage will Rivian seine Fertigungskapazitäten deutlich erweitern. Das Werk soll in zwei Phasen mit einer Jahreskapazität von jeweils bis zu 200.000 Fahrzeugen errichtet werden. Phase 1 soll 2028 die Produktion aufnehmen.
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Das geplante Werk in Georgia wird Unternehmensangaben zufolge "nach den höchsten ökologischen Standards" errichtet, mit besonderem Augenmerk auf Energieeffizienz, Umweltmanagement und Erhaltung von Naturräumen. Darüber hinaus plant Rivian, in die angrenzenden Gemeinden zu investieren, um das Wirtschaftswachstum in der Region zu fördern.
Die Rivian-Aktie ist im gettex-Handel aktuell 1,8 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 11,10 Euro (Stand: 27.11.2024, 11:05 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie 15 Prozent an Wert gewonnen, im Jahresvergleich ist sie 27,2 Prozent im Minus.
Anfang November wurde eine milliardenschwere Kooperation zwischen dem Volkswagen-Konzern aus Wolfsburg und Rivian verkündet, VW will über ein Joint Venture die Technologie der US-Amerikaner nutzen. ECOreporter berichtete hier. Die Rivian-Aktie schwankt aber weiterhin deutlich, seit dem Börsenstart im November 2021 hat sie 90 Prozent ihres Werts eingebüßt.
Rivian fertigt von seinen Fahrzeugen weiterhin nur vergleichsweise kleine Stückzahlen und ist deutlich von der Gewinnzone entfernt. Bis zum Start der Mittelklasse-Modelle wird es noch Jahre dauern. Ob diese das Geschäft wie erhofft ankurbeln, ist zudem offen. Nach Problemen in der Produktion, Rückrufaktionen und Milliardenverlusten ist die Euphorie um Rivian mittlerweile deutlich abgekühlt. ECOreporter hatte zum Börsenstart vom Kauf der Rivian-Aktie abgeraten und bleibt weiter bei dieser Einschätzung.
Rivian Automotive Inc.: ISIN US76954A1034 / WKN A3C47B
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