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VW investiert Milliarden bei Rivian – deren Aktie gewinnt zweistellig
Der Volkswagen-Konzern schließt eine Software-Partnerschaft mit dem US-Elektroautobauer Rivian. Dafür investieren die Wolfsburger 5,8 Milliarden Euro in ein Gemeinschaftsunternehmen.
Damit fließen noch einmal 800 Millionen Euro mehr, als VW ursprünglich in Aussicht gestellt hatte. Die beiden Unternehmen hatten die Kooperation im Juni angekündigt, im Juli gab das Bundeskartellamt grünes Licht.
VW will Zugriff auf Software
VW soll über das Joint Venture Zugriff auf die Elektro- und Software-Architektur von Rivian erhalten. VW erhofft sich dadurch einen Durchbruch bei seiner Software für neue Elektroautos. Während Rivian bei der Produktion den eigenen Zielen hinterherhinkt, gilt die Software des Unternehmens in der Branche als herausragend.
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Bei der Kooperation geht es neben Software auch um Steuergeräte und Netzwerkarchitektur. In dem Joint Venture soll auf Basis der bestehenden Elektronik-Architektur von Rivian Technologie für beide Hersteller entwickelt werden. Die Konzerne werden jeweils zur Hälfte an dem Gemeinschaftsunternehmen beteiligt sein.
Die ersten Fahrzeuge auf Basis der neuen Elektro-Architektur sollen 2027 vom Band rollen, wie VW-Chef Oliver Blume erklärte. "Wir starten mit Volkswagen, dann Audi, Scout, Porsche, und danach kommen allen anderen Marken." Die Rivian-Technik soll aber nur bei Elektroautos zum Einsatz kommen. VW hat seit Jahren Probleme mit der eigenen Software-Entwicklung und musste immer wieder Rückschläge hinnehmen – Modellstarts verzögerten sich teils um Jahre.
Bei der von Rivian entwickelten Architektur wird die Autoelektronik in mehrere Zonen mit eigenen Rechnern aufgeteilt. Dadurch kommt ein Fahrzeug mit deutlich weniger Steuergeräten aus. Mittlerweile ist bereits die zweite Generation der Plattform im Einsatz.
Rivian hat weiter Schwierigkeiten
Nach Bekanntgabe der Kooperation notiert die Rivian-Aktie im Tradegate-Handel aktuell 14,6 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 11,40 Euro (Stand: 13.11.2024, 11:56 Uhr). Im Monatsvergleich hat die Aktie 21,3 Prozent an Wert gewonnen, auf Jahressicht ist sie 24,6 Prozent im Minus.
Rivian fertigt weiterhin nur vergleichsweise kleine Stückzahlen und ist deutlich von der Gewinnzone entfernt. Seit dem Börsenstart im November 2021 hat die Aktie 90 Prozent ihres Werts eingebüßt. Nach Problemen in der Produktion, Rückrufaktionen und Milliardenverlusten ist die Euphorie um das Unternehmen deutlich abgekühlt. ECOreporter hatte zum Börsenstart vom Kauf der Rivian-Aktie abgeraten und bleibt weiter bei dieser Einschätzung.
Rivian Automotive Inc.: ISIN US76954A1034 / WKN A3C47B
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