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Rivian senkt Produktionsziel für 2024 – Aktie verliert
Der US-Elektroautobauer Rivian erwartet nach einem enttäuschenden dritten Quartal 2024, in diesem Jahr deutlich weniger Autos als bislang geplant zu produzieren. Grund dafür seien unter anderem Lieferprobleme, die die Fertigung bremsen, so das Unternehmen.
Von Juli bis September lieferte Rivian 10.018 Autos an Kunden aus. Diese Zahl liegt 27 Prozent unter den 13.790 Auslieferungen des zweiten Quartals 2024 und 26 Prozent unter den 13.588 Fahrzeugen, die in den ersten drei Monaten des Jahres ausgeliefert wurden.
Verantwortlich für die rückläufige Entwicklung sollen Schwierigkeiten in der Produktion sein. Laut dem US-Nachrichtendienst Bloomberg ist das Problem hausgemacht: Wegen "einer Fehlkommunikation Anfang des Jahres" zwischen Rivian und einem Zulieferer gebe es Engpässe bei der Verfügbarkeit von Kupferspulen, einer Kernkomponente der Elektromotoren. Rivian lehnte es laut Bloomberg ab, sich zu seinen Lieferantenbeziehungen zu äußern.
Wie entwickelt sich die Rivian-Aktie?
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Wegen der Probleme kassierte der Autobauer seine Produktionsziele. Rivian erwartet nun, 2024 zwischen 47.000 und 49.000 Fahrzeuge zu produzieren. Zuvor lag das Ziel bei 57.000. An seinem Auslieferungsziel hält Rivian trotz der Rückgänge fest: Bis Ende des Jahres sollen zwischen 50.500 und 52.000 Elektroautos an Kunden übergeben werden – etwas mehr als die 2023 ausgelieferten 50.122 Fahrzeuge.
Fast 30.000 Euro Verlust pro Fahrzeug
Die finanzielle Lage von Rivian ist weiter angespannt. Im zweiten Quartal 2024 stieg der Verlust des Unternehmens von 1,2 Milliarden US-Dollar im Vorjahr auf rund 1,5 Milliarden Dollar, umgerechnet etwa 1,3 Milliarden Euro. Rivian machte damit im zweiten Quartal bei jedem produzierten Auto 29.434 Euro Verlust.
Nach Bekanntgabe der gesenkten Produktionsziele am Freitag verlor die Rivian-Aktie 7 Prozent an Wert. Aktuell ist sie im gettex-Handel 1,1 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 9,45 Euro (Stand: 8.10.2024, 11:57 Uhr). Im Monatsvergleich notiert die Aktie 20,6 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 47 Prozent an Wert verloren.
Rivian fertigt weiterhin nur vergleichsweise kleine Stückzahlen und ist deutlich von der Gewinnzone entfernt. Seit dem Börsenstart im November 2021 hat die Aktie 90 Prozent ihres Werts eingebüßt. Nach Problemen in der Produktion, Rückrufaktionen und Milliardenverlusten ist die Euphorie um den Konzern deutlich abgekühlt. ECOreporter hatte zum Börsenstart vom Kauf der Rivian-Aktie abgeraten und bleibt weiter bei dieser Einschätzung.
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Rivian Automotive Inc.: ISIN US76954A1034 / WKN A3C47B