Labor von Roche. Schnellere und einfachere Tests können Behandlungen verbessern. / Foto: Roche

  Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten

Roche: Neues Diagnoseverfahren soll Antibiotika-Behandlung verbessern

Der Schweizer Pharmakonzern Roche kann in der EU künftig eine neue Form von automatisierter Massenanalyse für Therapien mit Antibiotika anbieten. Damit lassen sich laut dem ECOreporter-Aktien-Favoriten bisher aufwendige Labortests schneller und einfacher durchführen.

Wie Roche mitteilte, hat die Methode der sogenannten Massenspektrometrie zur Überwachung von Antibiotika die CE-Kennzeichnung erhalten. Die Einstufung bedeutet, dass ein Produkt etwa die grundlegenden Sicherheitsanforderungen der EU-Richtlinien erfüllt und somit innerhalb des europäischen Wirtschaftsraums vermarktet werden darf.

Schnellere Tests für bessere Behandlung

Die neue Massenanalyse ist laut Roche die aktuell umfangreichste ihrer Art. Analysiert werden können damit Proben von Patienten, die mit Antibiotika behandelt werden. Mit solchen Tests soll etwa sichergestellt werden, dass Patienten weder unter- noch überdosiert werden.

Diese Tests sind bislang aber aufwendig und erfordern hochspezialisiertes Personal. Mit dem Roche-Verfahren sollen Analysen nun routinemäßig und schneller durchgeführt werden können – vollautomatisierte Lösungen ersetzen arbeitsintensive manuelle Verfahren. Damit soll eine schnellere, sicherere Behandlung möglich werden, weil sich Therapien etwa dank mehr Tests leichter individuell anpassen lassen.

"Wenn Patienten schneller Ergebnisse erhalten, erhöhen wir die Wahrscheinlichkeit, dass sie die richtige Behandlung bekommen", sagt Matt Sause, Leiter von Roches Diagnostik-Sparte. Die Massenspektrometrie werde helfen, den Einsatz von Antibiotika zu optimieren. Dies sei "ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die globale Gesundheitsherausforderung der Antibiotikaresistenz", so Sause weiter.

Das Verfahren mit dem Markennamen "cobas Mass Spec" ist laut Roche "derzeit in ausgewählten Märkten mit CE-Kennzeichnung sowie in anderen Märkten wie Großbritannien, Kanada und Japan erhältlich". In den USA habe "cobas Mass Spec" als erstes Verfahren zur Massenanalyse die Einstufung "moderate Komplexität" erhalten. Das bedeutet, dass Testverfahren auch in Routinelabors durchgeführt werden können.

Roche will das Angebot in den kommenden Jahren deutlich erweitern. Dazu gehören laut Konzern etwa Drogentests und weitere Angebote zur Arzneimittelüberwachung.

Kurs zuletzt im Aufschwung

Der aktienähnliche Roche-Genussschein ist im Tradegate-Handel aktuell 0,2 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 341,40 Euro (Stand: 12.12.2025, 9:02 Uhr). Im Monatsvergleich ist der Genussschein 9,6 Prozent im Plus, auf Jahressicht hat er 16,9 Prozent zugelegt.

Roche ist Weltmarktführer bei Krebsmitteln, Labordiagnostik und Präparaten für die Transplantationsmedizin. In den ersten neun Monaten 2025 steigerte der Konzern seinen Umsatz, nach dem dritten Quartal hob das Management die Gewinnprognose an. Analysten reagierten dennoch enttäuscht, weil sich wichtige Medikamente schwächer verkauften als erhofft und Roche den Ausblick beim Umsatz unverändert ließ.

Zuletzt profitierte der Börsenkurs besonders von Einigungen in den USA zur Senkung von Medikamentenpreisen. Eine aktuelle Einschätzung des Roche-Genussscheins lesen Sie hier.

Der Genussschein zählt zu den ECOreporter-Favoriten-Aktien der Kategorie Nachhaltige Dividendenkönige. Ein Unternehmensporträt finden Sie hier. Lesen Sie auch unser Dossier zur Entwicklung nachhaltiger Dividendenkönige.

Roche Holding AG Genussschein: 

(Aktuelle Kursdaten zum Genussschein erhalten Sie, wenn Sie auf das Symbol hinter der WKN klicken.)

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