Foto: SFC Energy / Das Bild zeigt Efoy-Brennstoffzellen von SFC Energy. Das Unternehmen erweitert sein USA-Geschäft.

  Nachhaltige Aktien

SFC Energy baut US-Netzwerk aus – Fokus auch auf Öl und Gas

Der deutsche Brennstoffzellen-Hersteller SFC Energy baut seine Präsenz in den Vereinigten Staaten über eine Partnerschaft mit dem US-Industriekonzern Connexa aus. Das Unternehmen aus Brunnthal bei München setzt seinen Fokus dabei allerdings auch auf wenig nachhaltige Geschäftsbereiche.

Connexa ist laut SFC auf netzunabhängige Stromversorgungssysteme spezialisiert und wird Methanol-Brennstoffzellen von SFC in sein Angebot aufnehmen. Die Allianz soll laut Unternehmen die Marktpräsenz von SFC im Süden und Südwesten der Vereinigten Staaten stärken. Erste Bestellungen hat SFC demnach schon erhalten.

Kunden aus der Öl- und Gasindustrie im Fokus

Die Brennstoffzellen erzeugen SFC zufolge vollautomatisch Strom aus Methanol, sobald angeschlossene Batterien einen vordefinierten Ladestand unterschreiten. Somit stellen sie "eine nahtlose, emissionsarme Notstromversorgung sicher".

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Während die Stromversorgung emissionsarm gelingen soll, erhofft sich SFC sich mit der Partnerschaft allerdings Wachstum vor allem in emissionsintensiven Geschäftsbereichen. Im Fokus stehen demnach "insbesondere Kunden aus der Öl- und Gasindustrie, die robuste Stromversorgungslösungen für abgelegene und häufig herausfordernde Umgebungen benötigen".

Die SFC-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 2 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 22,60 Euro (Stand: 8.7.2025, 9:27 Uhr). Im Monatsvergleich ist die Aktie 0,9 Prozent im Minus, auf Jahressicht stieg der Kurs um 7,6 Prozent.

SFC verdiente zuletzt zwar weniger Geld, erzielt aber weiter konstant Gewinne – eine Seltenheit in der Wasserstoffbranche. Nicht nur Öl- und Gaskonzerne, auch der Rüstungssektor spielt allerdings eine wesentliche Rolle in den Wachstumsplänen des Unternehmens. Die Hoffnungen von Profiinvestoren in diesem Bereich trieben in den letzten Monaten auch den Börsenkurs an.

Der starke Fokus auf Rüstung kann aber nicht nur nachhaltigen Anlegerinnen und Anlegern Magenschmerzen bereiten. Er birgt auch Risiken für Kursrücksetzer, sollte SFC weniger Militärverträge erhalten als erwartet. Bereits jetzt wetten Shortseller auf Kursverluste der Aktie.

Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie für 2025 ist mit 28 gleichzeitig nicht niedrig. Defensive Anlegerinnen und Anleger sollten vorerst die weitere Geschäftsentwicklung abwarten.

SFC Energy AG: ISIN DE0007568578 / WKN 756857

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