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So verbessert Ihr Geld die Welt – Kraft des Geldes Teil 1
Ihr Geld: Ein unbedeutendes Staubkorn im schier unendlichen Universum des Finanzmarktes? Oder der Zellkern für etwas, das Sinn ergibt - ein Stück Krankenhaus, eine Grundlage für ein kleines Unternehmen in einem Schwellenland, ein Kindergarten, ein Teil der Energiewende, eine Stimme mit Einfluss gegen die Regenwaldzerstörung? ECOreporter widmet sich in dieser Serie der nachhaltigen Wirkung, die Investments haben können.
Die nachhaltige, ethische Geldanlage hat Wirkung. Nicht nur auf dem Konto oder im Depot. Sondern auch in der realen Welt, jenseits der Zahlen. Da verändert Geld etwas. Man muss nicht einmal Millionen investieren, damit echte Wirkung entsteht. Denn die Masse kommt durch die Menge der ethisch und nachhaltig Anlegenden zusammen.
Konkrete Beispiele für Geld in sinnvollen Kanälen
Der grüne Geldmarkt hat in den letzten Jahren bereits Milliarden in sinnvolle Kanäle gelenkt. In dieser ECOreporter-Serie geben Ihnen sechs Menschen konkrete Beispiele dafür, was Geld geleistet hat und weiterhin bewirken kann, wenn die Richtung und das Engagement stimmen.
Im ersten Teil der Serie geht es um eine Bank, die mit Geld mehr tut, als nur Zinsen dafür zu kassieren. Aus kleinen Beiträgen Großartiges entstehen lassen: Im Premium-Bereich lesen Sie, wie es funktioniert.
Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.
Klar ist: Erhält eine deutsche Bank Spareinlagen oder auch Überweisungen auf ein Girokonto, muss sie ein Prozent davon als Mindestreserve bei der Bundesbank hinterlegen, falls das Geld innerhalb der nächsten zwei Jahre wieder abgehoben werden kann. Den Rest darf sie beispielsweise bei der Europäischen Zentralbank parken und dafür 3,25 Prozent Zinsen kassieren (Stand November 2024).
Nachhaltige Wirkung erzeugt das nicht. Wie sich mehr Impact erzielen lässt, erläutert Susanne Hammans von der Dortmunder Bank für Kirche und Diakonie (KD-Bank):

Susanne Hammans, Abteilungsdirektorin Kommunikation bei der Bank für Kirche und Diakonie. / Foto: KD-Bank/Nadine Malzkorn
"Die Einlagen unserer Kundinnen und Kunden geben wir zu einem überwiegenden Teil als Kredite für soziale Projekte an Kirche, Diakonie und Sozialwirtschaft. Dieses Geld kommt Projekten für mehr Lebensqualität im Alter zugute, ebenso Gesundheit, lebendigem Gemeindeleben, Bildung und bezahlbarem Wohnraum. Die Kredite für alle diese Zwecke belaufen sich derzeit auf insgesamt rund 3 Milliarden Euro.
Festgeld für die Wachkomastation
Wir waren etwa Finanzierungspartner für einen 7 Millionen Euro teuren Neubau der Stiftung Evangelisches Kranken- und Versorgungshaus zu Mülheim an der Ruhr. Hier gibt es eine Wachkomastation und 24 barrierearme, energieeffiziente Wohnungen für ältere Menschen. Die Arbeit auf der Wachkomastation ist sehr anspruchsvoll, aber der Träger hat sich bewusst dazu entschieden, die Station zu bauen, weil er einen erheblichen Versorgungsbedarf gesehen hat.
Die Kundeneinlagen, die wir nicht als Kredite vergeben, investieren wir nach den strengen Regeln unseres Nachhaltigkeitsfilters am Kapitalmarkt. Dabei kombinieren wir einen Best-in-Class-Ansatz, der die jeweils "Klassenbesten" in Sachen Soziales und Umwelt bevorzugt, mit umfangreichen Ausschlusskriterien – etwa Atomkraft, Waffen, Verstöße gegen Menschen und Arbeitsrechte, fossile Energieträger sowie Tabak und Alkohol. Wir üben zudem Stimmrechte im Rahmen von Hauptversammlungen aus und sprechen gezielt Unternehmen zum Thema Nachhaltigkeit an."
Auch ECOreporter schaut bei seinen Test von Fonds und ETFs genau hin, nach welchen Kriterien Aktien oder Anleihen ausgewählt werden. ECOreporter-Tests nachhaltiger Fonds finden Sie hier, unsere Tests grüner ETFs können Sie sich hier ansehen.
Die übrigen Teile unserer Serie "Kraft des Geldes" finden Sie hier:
Teil 2: Die Büffelkuh und die Ärzte
Teil 3: Von Kindergärten und Schulen in Finnland
Teil 4: So krempelten private Anlegerinnen und Anleger die Energiebranche um
Teil 5: Wie eine Kirchenbank den Regenwald und Indigene schützt