ABO Energy war bei der jüngsten deutschen Solarausschreibung erfolgreich. / Foto: ABO Energy

  Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie, Aktien-Favoriten, Anleihen / AIF

Solarausschreibung massiv überzeichnet – Zuschläge für ABO Energy und Enertrag

Die jüngste Ausschreibung der Bundesnetzagentur für Photovoltaik-Freiflächenanlagen war mehr als doppelt überzeichnet. Von den 532 eingereichten Geboten mit einem Volumen von 4.622 Megawatt (MW) erhielten nur 268 Gebote mit einem Umfang von 2.299 MW einen Zuschlag. Davon gingen über 500 MW an zwei Unternehmensgruppen. Zuschläge erhielten auch mehrere Unternehmen, deren Aktien oder Anleihen börsennotiert sind.

Die Bundesnetzagentur hat die erfolgreichen Gebote der Ausschreibung des Gebotstermins zum 1. März 2026 bekannt gegeben. Diese betreffen PV-Freiflächenanlagen und Solaranlagen, die auf baulichen Anlagen errichtet werden, die weder Gebäude noch Lärmschutzwände sind. „Die Gebotsrunde war, ebenso wie die Vorrunde, deutlich überzeichnet. Es wurden Gebote für gut das Doppelte des Ausschreibungsvolumens eingereicht. Die Zuschlagswerte sanken gegenüber der Vorrunde wieder“, sagt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur. 

Die im Gebotspreisverfahren ermittelten Zuschlagswerte schwanken zwischen 3,99 Cent/kWh und 5,10 Cent/kWh. Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert liegt in dieser Ausschreibungsrunde bei 4,94 Cent/kWh und damit leicht unterhalb des Niveaus der Vorrunde (5,00 Cent/kWh).

Über 1.000 MW nach Süddeutschland

Das mit weitem Abstand größte Zuschlagsvolumen entfiel wie in den vorherigen Gebotsrunden auf Gebote für Standorte in Bayern (693 MW, 106 Zuschläge), gefolgt von Standorten in Niedersachsen (340 MW, 33 Zuschläge) und Baden-Württemberg (333 MW, 45 Zuschläge).

Die meisten Zuschläge gingen an Projekte, die auf Randstreifen an Autobahnen oder Schienenwegen geplant sind (123 Zuschläge mit insgesamt 1.026 MW). Das zweithöchste Zuschlagsvolumen entfällt auf Projekte auf Acker- oder Grünlandflächen in benachteiligten Gebieten (73 Zuschläge mit 760 MW).

Darauf folgen Zuschläge für sogenannte besondere Solaranlagen, die fast 15 Prozent des eingereichten Gebotsvolumens und fast ein Fünftel des Zuschlagsvolumens ausmachen (59 Zuschläge mit 439 MW). Dies war ein neuer Höchststand und bedeutete eine signifikante Steigerung im Vergleich zu den vorangegangenen Runden. Bei Projekten für besondere Solaranlagen wird dieselbe Fläche neben der Stromerzeugung für einen weiteren Zweck, wie etwa zur Landwirtschaft (Agri-Photovoltaik), genutzt. Die nächste Ausschreibungsrunde für Freiflächen-Solaranlagen findet am 1. Juli 2026 statt.

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