SolarEdge hat ein weiteres enttäuschendes Quartal hinter sich. / Symbolfoto: Pixabay

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SolarEdge meldet Umsatzeinbruch und Milliardenverlust

Der israelische Wechselrichterhersteller SolarEdge hat im dritten Quartal 2024 erneut einen Umsatzeinbruch verzeichnet, der Verlust überschreitet auch wegen Einmaleffekten die Milliardengrenze. Die ECOreporter-Favoriten-Aktie stürzt weiter ab.

Der Umsatz von SolarEdge brach zwischen Juli und September im Vergleich zum Vorjahr um 64 Prozent auf 261 Millionen US-Dollar ein. Damit meldete der Konzern zum fünften Mal in Folge einen Umsatzrückgang. In den ersten neun Monaten sank der Umsatz um 73 Prozent auf 730 Millionen Dollar.

Abschreibungen sorgen für drastischen Verlust

Vor allem in Europa ist weiterhin keine Besserung für das Geschäft von SolarEdge in Sicht, insbesondere der Preiskampf mit der deutlich günstigeren chinesischen Konkurrenz setzt dem Konzern hier weiter zu. Das US-Geschäft läuft zwar etwas besser, kann die Probleme auf den europäischen Märkten aber nicht ausgleichen. Im dritten Quartal lieferte der Konzern Wechselrichter mit einer Leistung von 850 Megawatt (MW) aus, im Vorjahr waren es noch 3.800 MW.

Die aktuelle Einschätzung von ECOreporter zur SolarEdge-Aktie lesen Sie im Premium-Bereich. Einen Überblick zum Solarsektor bieten die ECOreporter-Dossiers Der ECOreporter-Solaraktien-Überblick: Maschinen, Module und Wechselrichter (Teil 1) und Der ECOreporter-Solaraktien-Überblick: Projektierer und Betreiber von Solaranlagen (Teil 2).

Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.

Der Verlust von SolarEdge betrug im dritten Quartal 2024 1,2 Milliarden Dollar. Das lag auch an hohen Abschreibungen auf Lagerbestände, wie der Konzern mitteilte. Im Vorjahreszeitraum lag der Verlust bei 61,2 Millionen Dollar. Auf Neunmonatssicht verbuchte der Konzern ein Minus von 1,5 Milliarden Dollar, 2023 hatte nach drei Quartalen noch ein Gewinn von 197 Millionen Dollar zu Buche gestanden.

Für das laufende vierte Quartal rechnet SolarEdge mit einem Umsatz zwischen 180 und 200 Millionen Dollar. Auch hier enttäuschte das Unternehmen: Analysten hatten im Schnitt mit 309 Millionen Dollar gerechnet.

Die Aktie von SolarEdge ist bereits seit Mitte 2023 im mehr oder weniger freien Fall. Innerhalb der letzten zwölf Monate hat sie 84 Prozent ihres Werts eingebüßt, auf drei Jahre betrachtet ist der Kurs um 96 Prozent eingebrochen. Im Tradegate-Handel ist die Aktie aktuell 18,7 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 11,10 Euro (Stand: 7.11.2024, 11:08 Uhr).

SolarEdge kommt mit den Schwierigkeiten im Solarsektor noch schlechter zurecht als Konkurrenten wie Enphase Energy oder SMA Solar. Konzernchef Zvi Lando ist mittlerweile zurückgetreten. Sogenannte Shortseller, auch Leerverkäufer genannt, wetten auf noch weiter sinkende Kurse. Der Konzern hat einen drastischen Sparplan aufgelegt und streicht in großem Stil Stellen. Der Wahlsieg von Donald Trump in den USA schafft zusätzliche Unsicherheiten für den Erneuerbare-Energie-Sektor.

SolarEdge erwartet nach aktuellem Stand ab der ersten Jahreshälfte 2025 mehr Aufträge und höhere Einnahmen. Ob die Rückkehr in die Gewinnzone gelingen kann, ist aber noch unsicher. Zwar sieht ECOreporter weiterhin Potenzial bei SolarEdge, rät aktuell aber vom Einstieg in die Aktie ab.

SolarEdge ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie der Kategorie Nachhaltige Mittelklasse. Ein Unternehmensporträt finden Sie hier.

SolarEdge Technologies Ltd.: ISIN US83417M1045 / WKN A14QVM

(Aktuelle Kursdaten zur Aktie erhalten Sie, wenn Sie auf das Symbol hinter der WKN klicken.)

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