Die Aktie von STMicroelectronics notiert auf fünf Jahre gesehen 150 Prozent im Plus. / Foto: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien

STMicroelectronics startet neues Aktienrückkaufprogramm

Der Chip-Hersteller STMicroelectronics hat sein aktuelles Aktienrückkaufprogramm abgeschlossen und ein neues aufgelegt. Wie entwickelt sich der Börsenkurs des italienisch-französischen Konzerns?

STMicroelectronics hat in den letzten drei Jahren wie geplant eigene Aktien im Wert von ungefähr 1 Milliarde Euro zurückgekauft. Das neue Programm läuft ebenfalls drei Jahre und hat ein Volumen von bis zu 1,1 Milliarden Euro. Die zurückgekauften Aktien sollen vor allem für Mitarbeitervergütungsprogramme verwendet werden.

STMicroelectronics produziert in mehreren europäischen Ländern Halbleiter. Zuletzt erhielt der Konzern 2 Milliarden Euro Förderung für eine Werkserweiterung auf Sizilien (ECOreporter berichtete hier).

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Im Mai senkte STMicroelectronics seine Jahresprognose, weil derzeit insbesondere aus der Automobilbranche weniger Bestellungen hereinkommen als erwartet. Im ersten Quartal 2024 halbierte sich der Nettogewinn zum Vorjahr.  STMicroelectronics gehört zusammen mit dem deutschen Konkurrenten Infineon zu den weltgrößten Lieferanten von Autohalbleitern.

Schafft die Aktie die Trendwende?

Die STMicroelectronics-Aktie hat in diesem Jahr bislang überwiegend an Wert verloren. Auf drei Monate gesehen notiert sie 6 Prozent im Minus, im Jahresvergleich büßte sie 15 Prozent ein. Langfristig hat sich die Aktie sehr gut entwickelt, auf fünf Jahre betrachtet ist ihr Wert um 150 Prozent gestiegen.

ECOreporter traut es STMicroelectronics zu, in den nächsten Jahren wieder deutlich höhere Gewinne zu erzielen. Das Unternehmen hat ein großes Produktsortiment, und die Automobilsparte dürfte sich mittelfristig wieder erholen. Zudem profitiert der Konzern europaweit vom politischen Rückenwind für den Ausbau der heimischen Halbleiterindustrie. In Frankreich will STMicroelectronics beispielsweise bis 2027 eine gemeinsame Fabrik mit dem Chip-Fertiger Globalfoundries bauen und erhält dafür 7,4 Milliarden Euro an EU-Zuschüssen.

Die Verschuldung des Unternehmens ist gering: Vermögenswerten von 25 Milliarden Dollar standen Ende März Verbindlichkeiten von nur 7,8 Milliarden Dollar gegenüber. Und die Aktie ist derzeit vertretbar bewertet - das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt für 2024 bei 19, für 2025 bei 13. Allerdings gibt es auch Risiken, da STMicroelectronics viele Halbleiter nach China liefert und zudem etwa 12 Prozent seiner Umsätze mit Chips für Apple erzielt. Die Gewinnentwicklung ist daher abhängig von geschäftlichen Entscheidungen des Smartphone-Konzerns, der zunehmend auf selbst entwickelte Halbleiter setzt.

Die STMicroelectronics-Aktie bleibt nach Einschätzung von ECOreporter weiterhin eine spannende Investment-Idee für mutige Anlegerinnen und Anleger.

Lesen Sie auch unser Dossier Nachhaltige Halbleiter-Aktien: Bis 1.800 % Plus in fünf Jahren.

STMicroelectronics N.V.: ISIN NL0000226223 / WKN 893438

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