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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie
SunPower sieht Fortführung des Geschäfts gefährdet – Aktie verliert 31 %
Das US-Solarunternehmen SunPower hat mitgeteilt, erhebliche Zweifel an seiner Möglichkeit zur Fortführung des Geschäfts zu haben. Aufgrund einer Verzögerung bei der Einreichung des Finanzberichts zum dritten Quartal 2023 habe man gegen die Bedingungen einer Kreditvereinbarung verstoßen. Anlegerinnen und Anlegern droht der Totalverlust – die Aktie stürzt ab.
Durch das Versäumen der Frist für den Quartalsbericht könne nun ein Kreditgeber die sofortige Zahlung von 65,3 Millionen Dollar ausstehender Darlehen verlangen, so SunPower in einer Mitteilung. Das Unternehmen führe derzeit Gespräche über einen Forderungsverzicht. Sollte keine Einigung zustande kommen, würden allerdings keine ausreichenden Mittel für den laufenden Betrieb zur Verfügung stehen.
Unternehmen warnt vor Pleite – Analyst gelassen
Anfang Oktober hatte SunPower bekannt gegeben, seine diesjährigen Quartalsberichte und den bereits geprüften Jahresabschluss 2022 korrigieren zu müssen, weil der Wert von Solarwechselrichter-Komponenten offenbar um ungefähr 16 bis 20 Millionen US-Dollar zu hoch angesetzt wurde (ECOreporter berichtete hier). Wegen der bislang nicht erfolgten Veröffentlichung des Finanzberichts für das dritte Quartal 2023 könnte das Unternehmen seine Zulassung an der US-Heimatbörse Nasdaq verlieren.
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"Es bestehen erhebliche Zweifel an unserer Fähigkeit, das Unternehmen fortzuführen. Sollten wir nicht in der Lage sein, unser Geschäft fortzuführen, könnten unsere Stammaktien wenig oder gar keinen Wert mehr haben", so SunPower.
Ein Analyst des US-Finanzdienstleisters Raymond James erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass SunPower seiner Meinung nach keine Probleme haben werde, eine Verzichtserklärung für den Kredit zu erhalten. Es handele sich im Wesentlichen um ein technisches Problem. Anfang des Monats hatte sich das Unternehmen bereits in einem ähnlichen Fall mit einem Kreditgeber geeinigt.
Die Aktie von SunPower verlor nach der Mitteilung am Montag 31 Prozent an Wert. Aktuell ist sie im Tradegate-Handel weitere 2,8 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 3,75 Euro (Stand: 19.12.2023, 11:48 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie 8,5 Prozent eingebüßt, im Jahresvergleich ist sie 80,5 Prozent im Minus.
SunPower vertreibt und installiert in den USA Solaranlagen für Privathaushalte und bietet auch Solarfinanzierungen an. Das Geschäft läuft schlecht: Wegen gestiegener Kosten rutschte der Konzern 2022 in die roten Zahlen, Anfang November dieses Jahres erhöhte das Management seine Verlusterwartungen deutlich. ECOreporter rät klar vom Kauf der SunPower-Aktie ab – insbesondere angesichts der aktuellen Unklarheiten zur Fortführung des Geschäfts.
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