Manche Unternehmen haben sich offenbar zu hohe Klimaziele gesetzt. / Grafik: Pixabay

  Anleihen / AIF

Sustainability-Linked Bonds: Unternehmen verfehlen häufig ihre Nachhaltigkeitsziele

Sustainability-Linked Bonds sind Anleihen, deren Zinssätze an das Erreichen von Nachhaltigkeitszielen gekoppelt sind. Nach Recherchen der schwedischen Großbank Skandinaviska Enskilda Banken (SEB) werden bei vielen Bonds die Ziele bislang nicht erreicht.

„Ein Drittel der europäischen Sustainability-Linked Bonds haben ihre Nachhaltigkeitsziele entweder verfehlt oder sind auf dem besten Weg, sie zu verfehlen“, sagt Gregor Vulturius, Lead Scientist und Berater Climate & Sustainable Finance bei der SEB. „Bei den Nachhaltigkeitszielen, die vermutlich verpasst werden, handelt es sich meist um solche mit Bezug auf Treibhausgasemissionen.“ Er sei allerdings weiterhin der Meinung, dass diese Anleihen „eine zusätzliche Ebene der Zusammenarbeit zwischen Emittenten und Investoren ermöglichen, die von einer zunehmenden Standardisierung und Transparenz profitieren“.

Sonderlich beliebt sind Sustainability-Linked Bonds derzeit nicht: Laut SEB wurden zuletzt so wenige neue Anleihen auf den Markt gebracht wie im Jahr 2020. Wahrscheinlich auch, weil Unternehmen die finanziellen Risiken fürchten: Erreichen sie ihre Nachhaltigkeitsziele nicht, etwa beim CO2-Ausstoß, müssen Sie Anlegerinnen und Anlegern für ihre Sustainability-Linked Bonds häufig höhere Zinsen zahlen.

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SEB AB A: ISIN ISIN SE0000148884 / WKN 859768

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