Tesla muss sämtliche seiner bisher ausgelieferten Cybertrucks zurückrufen. / Foto: Tesla

  Nachhaltige Aktien

Tesla enttäuscht im dritten Quartal, ruft Cybertrucks zurück

Der US-Elektroautohersteller Tesla hat seine Fahrzeugauslieferungen im dritten Quartal 2024 erstmals in diesem Jahr steigern können – trotzdem enttäuschte der Konzern die Analysten. Außerdem gibt es Probleme mit dem umstrittenen Pickup-Truck-Modell Cybertruck.

Tesla lieferte zwischen Juli und September weltweit 462.890 Fahrzeuge aus. Damit stiegen die Auslieferungen 2024 im Jahresvergleich erstmals, auch gegenüber dem Vorquartal wuchsen sie um 4,3 Prozent. Dennoch verfehlte der Konzern knapp die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten von 463.000 ausgelieferten Fahrzeugen.

Alle Cybertrucks werden zurückgerufen – müssen aber nicht in die Werkstatt

Bei der Auslieferung rein batteriebetriebener Elektroautos (BEV) übertraf Tesla auch seinen mittlerweile wichtigsten Konkurrenten, den chinesischen Konzern BYD. Im Gegensatz zu Tesla produziert BYD sowohl BEVs als auch Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeuge (PHEVs), wodurch das Unternehmen einen breiteren Markt hat.

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Hybrid-Fahrzeuge mitgezählt, ist BYD mittlerweile vor Tesla der größte Elektroautohersteller der Welt. Im dritten Quartal 2024 verkaufte BYD 1.134.892 New Energy Vehicles – also sowohl BEVs als auch PHEVs – und überschritt damit zum ersten Mal die Marke von 1 Million Einheiten in einem einzigen Quartal.

Unterdessen hat die US-amerikanische Behörde für Fahrzeugsicherheit NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) einen offiziellen Rückruf für sämtliche Tesla Cybertrucks veröffentlicht. Beim Rückwärtsfahren schalte sich die Anzeige der Rückfahrkamera teils erst mit Verzögerung ein, was ein Sicherheitsrisiko darstelle. Besitzer müssen ihre Fahrzeuge aber nicht zu einem Tesla-Händler bringen, sondern sollen ein Software-Update bekommen.

Der Rückruf gilt laut NHTSA für mehr als 27.185 Cybertrucks – damit wird erstmals die genau Zahl der bislang ausgelieferten Fahrzeuge bekannt. Tesla selbst gibt keine separaten Auslieferungszahlen zum Cybertruck bekannt.

Auf dem Markt ist der Pickup-Truck erst seit November 2023, nachdem sich die Markteinführung zuvor um zwei Jahre verzögert hatte. Dennoch ist es bereits der fünfte offizielle NHTSA-Rückruf für den Cybertruck. In der Vergangenheit hatte es etwa Probleme mit einer losen Gaspedal-Abdeckung, den Scheibenwischern und der Außenverkleidung des Autos gegeben.

Risiken bei der Tesla-Aktie

Die Tesla-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 2,2 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 221,35 Euro (Stand: 4.10.2024, 12:11 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 7,6 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 10,9 Prozent eingebüßt.

Die Tesla-Aktie schwankte in diesem Jahr bislang stark, vor allem weil der Autoabsatz schwächelt. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktie ist mit 133 für 2024 sehr hoch.

Nach Einschätzung von ECOreporter ist Tesla-Chef Elon Musk außerdem ein ernsthaftes Geschäfts- und Nachhaltigkeitsrisiko für Tesla. Musk fällt immer wieder durch extreme politische Äußerungen auf. Zuletzt kritisierte zudem ein langjähriger Investor, dass Musk "nicht wirklich" bei Tesla arbeite und zu viel mit seinen anderen Unternehmen beschäftigt sei. Mehr dazu lesen Sie hier. Die Redaktion rät vom Einstieg in die Aktie ab.

Beachten Sie auch das ECOreporter-Dossier Tesla, BYD, Nio, Polestar: 10 Elektroauto-Aktien im Crash-Test

Tesla Inc.: ISIN US88160R1014 / WKN A1CX3T

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