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TPI Composites in den roten Zahlen, 2025 soll besser laufen
Der US-Rotorblatthersteller TPI Composites hat ein schwieriges Jahr hinter sich. 2025 will das Unternehmen nach Umstellungen in der Produktion und der Aufgabe eines Geschäftsbereichs bessere Ergebnisse liefern. Die Aktie verliert dennoch deutlich.
Im Geschäftsjahr 2024 gab TPIs Umsatz um 7 Prozent auf rund 1,3 Milliarden US-Dollar nach. Die Zahl der verkauften Rotorblatt-Sets (ein Set besteht aus drei Rotorblättern) sank von 2.584 im Vorjahr auf 2.175. Das Unternehmen hatte mit Qualitätsproblemen in der Produktion zu kämpfen und stellte die Fertigung schließlich ganz auf eine neue Rotorblattgeneration um.
Sechstes Verlustjahr hintereinander
Aufgrund der Probleme leitete TPI eine Reihe von Konsolidierungsmaßnahmen ein: So wurde eines der Werke in Mexiko geschlossen, außerdem strich das Unternehmen aufgrund einer geringeren Nachfrage Stellen in der Türkei. Das kriselnde Geschäft als Automobilzulieferer verkaufte TPI, künftig will man sich ganz auf das Windblatt-Geschäft konzentrieren.
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Der Nettoverlust stieg von 178 Millionen Dollar im Vorjahr auf 241 Millionen Dollar. Damit schrieb TPI bereits das sechste Jahr in Folge rote Zahlen. Im vierten Quartal verzeichnete der Konzern ein Minus von 49 Millionen Dollar – im Vorjahr war im letzten Jahresviertel ein Gewinn von 14,6 Millionen Dollar verzeichnet worden.
Trotzdem betonte TPI Erfolge im vierten Quartal: So verlängerte das Unternehmen Lieferverträge mit den Windanlagenbauern Vestas aus Dänemark und GE Vernova aus den USA bis 2025. Zudem übersteigt laut Unternehmen die Nachfrage nach Rotorblättern aus den verbliebenen mexikanischen Werken die derzeitigen Kapazitäten. Die Produktion dort soll nun hochgefahren werden. Mitte 2025 will TPI außerdem ein Werk im US-Bundesstaat Iowa wiedereröffnen, das wegen mangelnder Auslastung zwischenzeitlich stillstand.
"Im letzten Jahr haben wir unsere Produktionsfläche optimiert und unsere Abläufe gestrafft, was uns unserer Meinung nach für eine deutlich verbesserte Rentabilität im Jahr 2025 positioniert hat", so TPI-Chef Bill Siwek. Er betonte zudem, dass es gelungen sei, "die Liquiditätsposition mit 197 Millionen US-Dollar an frei verfügbaren Barmitteln zu stärken". Damit stieg der Barmittelbestand im letzten Jahr um rund 30 Millionen Dollar.
Für die Aktie läuft es schlecht
TPI erwartet, seinen Umsatz 2025 insbesondere dank einer anziehenden Nachfrage auf 1,4 bis 1,5 Milliarden Dollar steigern zu können. Die Marge für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll von 0,4 Prozent auf 2 bis 3 Prozent steigen. Unter dem Strich dürfte aber weiter ein Verlust stehen.
Für die TPI-Aktie ging es nach Präsentation der Zahlen im gestrigen Handel an der US-Heimatbörse Nasdaq fast 8 Prozent abwärts. Aktuell ist der Kurs im Tradegate-Handel 4,2 Prozent im Plus zum Vortag und notiert bei 1,21 Euro (Stand: 26.2.2025, 10:44 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 19,2 Prozent im Minus, in den letzten zwölf Monaten hat sie 57,2 Prozent an Wert eingebüßt.
Obwohl TPI einer der wichtigsten Zulieferer der Windkraftbranche ist, gelingt es dem Unternehmen seit Jahren nicht, profitabel zu wirtschaften. Derzeit ist unklar, wann eine Rückkehr in die schwarzen Zahlen gelingen kann. Der Börsenkurs sinkt derweil kontinuierlich: In den letzten fünf Jahren hat die Aktie 97 Prozent ihres Werts eingebüßt. ECOreporter rät von einem Einstieg ab.
TPI Composites Inc.:
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