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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie, Aktien-Favoriten
Vestas verlängert Partnerschaft mit Rotorblatthersteller TPI Composites
Der dänische Windanlagenbauer Vestas hat einen mehrjährigen Rahmenvertrag mit seinem langjährigen US-Rotorblattpartner TPI Composites abgeschlossen. Damit will der ECOreporter-Aktien-Favorit seine globale Lieferkette stärken.
Vestas arbeitet bereits seit 2014 mit TPI zusammen. In dieser Zeit sei "das Unternehmen zu einem unserer vertrauenswürdigsten und strategischsten Rotorblattpartner geworden", erklärte Tommy Rahbek Nielsen, Vestas-Vorstand für das operative Geschäft. Die Firmen arbeiten demnach bei Fertigung und Lieferketten eng zusammen, um Rotorblätter nach den Anforderungen von Vestas zu entwickeln.
Globale Netto-Null-Ambitionen
Die neue Vereinbarung ist laut Mitteilung eine Fortsetzung der bestehenden Partnerschaftsvereinbarung zwischen Vestas und TPI, das derzeit eine Reihe von Rotorblattvarianten an die Dänen liefert. Die Unternehmen wollen auch Möglichkeiten der Zusammenarbeit bei weiteren Turbinentypen prüfen.
Eine aktuelle Einschätzung der Aktien von Vestas und TPI gibt ECOreporter im Premium-Bereich ab. Für einen tieferen Einblick in die Windbranche lesen Sie unseren zweiteiligen Windaktien-Überblick.
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Die gemeinsame Nutzung von Fertigungsabläufen innerhalb der Erneuerbare-Energien-Branche sei "wichtiger denn je, um sicherzustellen, dass Standorte nicht ungenutzt herumstehen, und um eine flexible, skalierbare und effiziente Lieferkette zu schaffen", so Vestas. Nur so sei es möglich, im industriellen Maßstab die globalen Netto-Null-Ambitionen zu erfüllen.
"Wir sind stolz auf unsere lange und erfolgreiche Partnerschaft mit Vestas und freuen uns, dass Vestas sich entschieden hat, seine Beziehung zu TPI weiter auszubauen", sagte TPI-Chef Bill Siwek. Das Unternehmen werde "die Lieferung von Rotorblättern aus seiner bestehenden globalen Produktionsbasis fortsetzen, während es gleichzeitig die Produktionsstruktur in den bestehenden Anlagen optimiert und neue Standorte für mögliches zukünftiges Wachstum in strategischen Märkten prüft". TPI hatte zuletzt Qualitätsprobleme und deshalb Umstellungen in der Fertigung vorgenommen.
Die TPI-Aktie ist im Handel an der Börse Frankfurt aktuell 11,9 Prozent im Plus zum Freitag und notiert bei 2,08 Euro (Stand: 25.11.2024, 9:16 Uhr). Im Monatsvergleich hat die Aktie 34,2 Prozent an Wert verloren, auf Jahressicht ist sie 3,7 Prozent im Plus. Für den Kurs geht es insgesamt seit Jahren abwärts, in den letzten drei Jahren brach er um 88 Prozent ein.
Nicht nur die Aktie ist schlecht gelaufen, auch geschäftlich steht TPI nicht gut da. In den vergangenen Jahren hat der Konzern meist Verluste geschrieben. In den ersten neun Monaten 2024 meldete TPI aufgrund von Qualitätsproblemen und stornierten Aufträgen einen geringeren Umsatz und mehr Verlust. Dank Einsparungen und einer höheren Auslastung der Produktion hat sich die Rentabilität des Konzerns im dritten Quartal zwar laut eigener Aussage verbessert. TPI wird aber auch das Gesamtjahr in den roten Zahlen abschließen. Analysten erwarten trotz steigender Umsätze in den nächsten Jahren weitere Verluste.
Die Erneuerung des Vertrags mit Vestas ist ein wichtiger Vertrauensbeweis, gerade in Anbetracht der Qualitätsprobleme in den letzten zwei Jahren. Von einem Einstieg in die TPI-Aktie rät ECOreporter aktuell aber ab.
Lohnt der Kauf der Vestas-Aktie?
Die Vestas-Aktie ist im Tradegate-Handel 4,0 Prozent im Plus zum Freitag und kostet 13,91 Euro (Stand: 25.11.2024, 10:18 Uhr). Im Monatsvergleich hat die Aktie 2,2 Prozent an Wert verloren, im Jahresvergleich beträgt das Minus 41,6 Prozent.
Vestas hat in den letzten Jahren wie alle Windradbauer unter niedrigen Margen gelitten. Der Konzern schlägt sich besser als Konkurrenten wie Nordex oder Siemens Energy (mit der Windkraftsparte Siemens Gamesa) und ist mittlerweile in die Gewinnzone zurückgekehrt. Die finanziellen Herausforderungen bleiben aber weiterhin hoch.
Auch die Vestas-Aktie tut sich weiter schwer. Nach einer Erholungsphase Ende 2023 ging es in diesem Jahr für den Kurs stetig abwärts. Auf drei Jahre betrachtet hat die Aktie knapp 53 Prozent an Wert verloren. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt für 2024 dennoch bei eher hohen 35. Für 2025 wird es aufgrund einer weiteren erwarteten Erholung der Gewinne bei deutlich günstigeren 14 erwartet. Aktuell kommt ein Neueinstieg in die Vestas-Aktie nach Einschätzung der Redaktion nur für risikofreudige Anlegerinnen und Anleger mit einem langen Atem in Frage.
Vestas ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie der Kategorie Nachhaltige Mittelklasse. Ein Unternehmensporträt finden Sie hier. Mehr zur Entwicklung der Mittelklasse-Favoriten-Aktien erfahren Sie in unserem großen Überblicksartikel.
Vestas Wind Systems A/S: ISIN DK0061539921 / WKN A3CMNS
TPI Composites Inc.:
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