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TSMC wächst dank KI stärker als erwartet
Der Chipauftragshersteller Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) hat im zweiten Quartal 2024 mit einem starken Umsatzwachstum die Marktprognosen deutlich übertroffen. Grund dafür ist vor allem die weiterhin boomende Nachfrage nach Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz (KI).
So stieg der Umsatz von TSMC im Zeitraum April bis Juni auf rund 674 Milliarden New Taiwan Dollar (TWD; 19 Milliarden Euro). Das entspricht einem Wachstum von 32 Prozent im Jahresvergleich. Analysten hatten im Schnitt nur mit einem Umsatz von 654 Milliarden TWD gerechnet, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters ergab.
Auch Gewinn dürfte deutlich zulegen
TSMC gehört zu den Gewinnern des weltweiten KI-Booms. Der Konzern produziert die derzeit leistungsfähigsten Chips zur KI-Beschleunigung für den US-Chipentwickler Nvidia. Nvidia beherrscht nach Expertenschätzungen 80 Prozent des KI-Marktes, der Börsenboom um die Technologie hat die US-Amerikaner zwischenzeitlich zum wertvollsten Unternehmen der Welt gemacht.
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Gewinnzahlen legte TSMC im Rahmen der Mitteilung über die Umsätze nicht vor. Analysten gehen laut Reuters aber für das zweite Quartal von einem Anstieg des Nettogewinns um rund 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus. Im ersten Quartal 2024 hatte TSMC seinen Nettogewinn um 9 Prozent zum Vorjahr auf umgerechnet rund 6,5 Milliarden Euro gesteigert.
Seine Ergebnisse für das zweite Quartal wird der Konzern voraussichtlich am 18. Juli bekannt geben. Dabei wird das Management voraussichtlich auch seinen Ausblick und seine Pläne für das laufende Quartal und den Rest des Jahres aktualisieren.
Die TSMC-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 1,5 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 173,40 Euro (Stand: 10.7.2024, 9:06 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 9,2 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 91 Prozent an Wert gewonnen.
TSMC ist nicht nur bei KI-Chips ganz vorne: Der Konzern gilt neben Samsung als Technologieführer in der Halbleiterproduktion und ist ein wichtiger Hersteller der derzeit modernsten Chips mit Strukturbreiten von drei und fünf Nanometern; die Massenproduktion von Halbleitern mit einer Strukturbreite von zwei Nanometern soll ab 2025 beginnen. Je geringer die Strukturbreite, desto mehr Chips passen bei der Herstellung auf einen Silizium-Wafer und desto weniger Strom verbrauchen die einzelnen Chips.
Das größte Risiko heißt China
Durch die hohe Nachfrage nach KI-Chips kann TSMC aktuell die Schwäche in anderen Bereichen, insbesondere im PC- und Smartphone-Geschäft, mehr als ausgleichen. TSMC ist mittlerweile das wertvollste Unternehmen Asiens, die Aktie hat über fünf Jahre 387 Prozent zugelegt. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2024 liegt dennoch bei noch vertretbaren 28, für 2025 ist es mit 22 noch etwas niedriger.
Das größte Risiko für TSMC heißt allerdings China. Die Volksrepublik betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz; die USA befürchten, dass das Regime in Peking versuchen wird, Taiwan innerhalb der nächsten drei Jahre zu annektieren. Der wichtigste Zulieferer der High-Tech-Chipbranche, ASML, könnte seine Anlagen in diesem Fall wohl aus der Ferne abschalten. ECOreporter sieht die TSMC-Aktie daher weiterhin nur als ein Investment für mutige Anlegerinnen und Anleger.
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Taiwan Semiconductor Manufacturing Company Ltd. ADR: ISIN US8740391003 / WKN 909800