Veolia kauft für 1,5 Milliarden Euro Anteile an einer Wassertochter zurück. / Foto: Pixabay

  Nachhaltige Aktien

Veolia wächst, Milliardenzukauf im Wassergeschäft

Der französische Wasserversorger und Entsorgungskonzern Veolia hat seinen Umsatz im ersten Quartal 2025 gesteigert. Im Wassergeschäft verkündet der Konzern im Zusammenhang mit einer Unternehmenstochter einen Milliardendeal.

Den Umsatz steigerte Veolia zwischen Januar und März um 1,5 Prozent zum Vorjahr auf 11,5 Milliarden Euro. Ohne die Belastung durch gestiegene Energiepreise legten die Erlöse um 3,9 Prozent zu. In allen drei Kernbereichen Wasser, Abfall und Energie wuchs das Geschäft.

Übernahme für 1,5 Milliarden Euro

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte organisch, also ohne Berücksichtigung etwa von Währungsschwankungen und Firmenzukäufen, um 5 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro, laut Unternehmen besonders getragen von Umsatzwachstum und operativer Effizienz. Die EBITDA-Marge verbesserte sich von 14,1 auf 14,7 Prozent. Zahlen zum Nettogewinn teilte Veolia zunächst nicht mit.

Der Verschuldungsgrad (Leverage Ratio) bleibt laut Konzern "gut unter Kontrolle". Ende März lag er beim 2,75-fachen des EBITDA im Vergleich zum 2,88-fachen im Vorjahr. Veolias Ziel ist, dass der Wert maximal beim dreifachen EBITDA liegt. Insbesondere die Übernahme des französischen Konkurrenten Suez hat für einen hohen Schuldenstand beim Unternehmen gesorgt, den Veolia abbauen will.

Eine Einschätzung der Veolia-Aktie finden Sie im Premium-Bereich. Für aussichtsreiche Wasser-Investments lesen Sie auch das ECOreporter-Dossier Nachhaltiges Nass: Bei diesen Wasseraktien lohnt der Einstieg, beachten Sie zudem unseren Überblick Müll, Schrott, Recycling: Die besten Aktien der Kreislaufwirtschaft.

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Veolia teilte zudem mit, für 1,5 Milliarden Euro Anteile an der eigenen Tochtergesellschaft Water Technologies and Solutions zurückzukaufen. Die Franzosen übernehmen einen Minderheitsanteil von 30 Prozent vom kanadischen Unternehmen Caisse de dépôt et placement du Québec (CDPQ). Veolia wird damit die vollständige Eigentümerin der Tochter. Das soll Kosten sparen und den Gewinn im Wassergeschäft steigern.

Veolia habe "trotz eines von makroökonomischer Unsicherheit und anhaltenden externen Herausforderungen geprägten Umfelds solide Ergebnisse erzielt", wie Konzernchefin Estelle Brachlianoff sagte. Die Ergebnisse zum Jahresauftakt stehen laut Unternehmen im Einklang mit den Jahreszielen und dem strategischen Plan GreenUp.

Im Zuge dieser langfristigen Konzernstrategie plant Veolia, bis 2027 2 Milliarden Euro in die drei Wachstumsfelder Grüne Energie, Wasser und Abfallbehandlung zu investieren. Zusätzlich sollen 2 Milliarden Euro in industrielle Pilotprojekte oder den Erwerb neuer Technologien fließen.

Hohe Dividendenquote

Für 2025 erwartet Veolia ein "solides Umsatzwachstum". Das EBITDA soll um 5 bis 6 Prozent steigen. Zudem will der Konzern Kosten von mehr als 350 Millionen Euro einsparen.

Die Veolia-Aktie ist im Tradegate-Handel im Vergleich zum Vortag aktuell 2,6 Prozent im Minus und kostet 31,57 Euro (Stand: 7.5.2025, 11:15 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie 14,1 Prozent an Wert gewonnen, im Jahresvergleich ist sie 5,1 Prozent im Plus.

Die Aktie gab zwischen Dezember 2021 und September 2022 deutlich nach, seitdem hat sie sich wieder gut erholt. Sie schwankte in den letzten Jahren immer wieder, auf fünf Jahre betrachtet gewann sie allerdings 72 Prozent an Wert.  

Ein Einstieg kann für geduldige Anlegerinnen und Anleger daher weiter attraktiv sein. Die erwartete Dividendenrendite für 2025 beträgt hohe 4,7 Prozent. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie liegt für 2025 bei moderaten 15.

Veolia Environnement S. A.: ISIN FR0000124141 / WKN 501451

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