Veolia bestätigt seine langfristige Wachstumsstrategie. / Foto: Veolia

  Nachhaltige Aktien

Veolia wächst weiter, bestätigt langfristigen Ausblick

Der französische Wasser- und Entsorgungskonzern Veolia meldet eine "anhaltende Wachstumsdynamik" in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres und steigert Umsatz und Ergebnis. Zudem gibt der Konzern einen neuen Großauftrag bekannt.

In den ersten neun Monaten 2024 erwirtschaftete Veolia einen Umsatz von 32,5 Milliarden Euro, ein Plus von 1,7 Prozent. Besonders im Bereich Wassertechnologie und bei der Entsorgung gefährlicher Abfälle liefen die Geschäfte dem Konzern zufolge stark.

Nettogewinn soll jährlich um 10 Prozent wachsen

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich zum Vorjahr um 5,6 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro. Die EBITDA-Marge stieg von 14,5 auf 15,2 Prozent. Ein Nettoergebnis teilte Veolia nicht mit.

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Für 2024 erwartet Veolia unverändert ein "solides organisches Wachstum" des Umsatzes. Das EBITDA soll im Vergleich zu 2023 um 5 bis 6 Prozent wachsen. Auch seinen langfristigen Ausblick bestätigte der Konzern. Veolia strebt bis 2027 ein EBITDA von 8 Milliarden Euro an, der Nettogewinn soll jährlich um rund 10 Prozent zulegen. Der Verschuldungsgrad (Leverage Ratio) soll maximal das Dreifache des um Sondereffekte bereinigten EBITDAs betragen. Auch die Dividende soll weiter steigen.

Analysten hatten offenbar darauf gehofft, dass Veolia seine Prognose anheben würde. Im Tradegate-Handel ist die Aktie aktuell 1,7 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 28,20 Euro (Stand: 8.11.2024, 11:31 Uhr). Auf Monatssicht notiert die Aktie 5 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 9,2 Prozent zugelegt.

Veolia ist mit der 2022 abgeschlossenen Übernahme des französischen Konkurrenten Suez zu einem der umsatzstärksten europäischen Wasserversorger und Müllentsorger aufgestiegen. Seine Wachstumsversprechen kann das Unternehmen bislang einhalten und sogar übertreffen.

Konzern sieht Verschuldung "gut unter Kontrolle"

Ein Risiko bleibt der hohe Schuldenstand nach der Suez-Übernahme. Um die Verbindlichkeiten zu reduzieren, verkaufte Veolia etwa Ende 2023 das auf Bau und Wartung von Wasserinfrastruktur spezialisierte Tochterunternehmen Sade-CGTH. ECOreporter berichtete hier. Zum Abschluss des dritten Quartals 2024 lag die Nettofinanzverschuldung bei 18,9 Milliarden Euro und war damit laut Veolia "gut unter Kontrolle". Der Verschuldungsgrad soll Ende 2024 weiter unter dem Dreifachen des EBITDA liegen.

Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie liegt für 2024 bei vertretbaren 16, die erwartete Dividendenrendite bei hohen 5,1 Prozent. Für Anlegerinnen und Anleger mit langfristiger Halteabsicht bieten sich weiterhin Einstiegschancen.

Veolia Environnement S. A.:  ISIN FR0000124141 / WKN 501451

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