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Anleihen / AIF, ECOanlagecheck, Solarenergie-Investments
Unabhängige Analyse: Vermögensanlagen Wattner Solarkraftwerk Zahna
Der Solarpark Zahna in Sachsen-Anhalt ist seit Anfang August 2026 mit 41 Megawattpeak Leistung am Netz. Um eingesetztes Eigenkapital zu refinanzieren, bietet die Projektgesellschaft des Solarparks ab 500 Euro Nachrangdarlehen an. Deren Zinssatz beträgt 5,0 oder 7,5 Prozent pro Jahr bei einer Laufzeit von 10 oder 15 Jahren. ECOreporter hat die Geldanlage analysiert.
Anbieterin und Emittentin der Nachrangdarlehen „Wattner Solarkraftwerk Zahna“ ist die Wattner SunAsset Solarkraftwerk 093 GmbH & Co. KG aus Monheim am Rhein. Sie besitzt und betreibt den Solarpark in der Gemeinde Zahna-Elster im Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt. Die Vermögensanlagen werden über die Internet-Dienstleistungsplattform der Grüne Sachwerte – Gesellschaft für ökologisches Investment mbH aus Bremen vermittelt.
Initiatorin und Leistungsbilanz
Alleinige Kommanditistin der Emittentin ist die Wattner SunAsset 11 GmbH & Co. KG. Als persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin) und Geschäftsführerin der Emittentin und ihrer Kommanditistin fungiert jeweils die Wattner Energie und Management Verwaltungs GmbH aus Monheim am Rhein.
Geschäftsführer der Komplementärin sind Guido Ingwer (Jahrgang 1968) und Ulrich Uhlenhut (Jahrgang 1971), welche die Wattner Gruppe 2004 gegründet haben. Die Diplom-Ingenieure Guido Ingwer und Ulrich Uhlenhut halten mittelbar jeweils 50 Prozent der Gesellschaftsanteile an der Emittentin und sind mittelbar auch jeweils zur Hälfte an der Komplementärin beteiligt.
Die Wattner Gruppe plant und entwickelt Photovoltaik-Projekte, errichtet sie und betreibt sie langfristig im eigenen Bestand. Sie hat laut ihrer Leistungsbilanz (von Januar 2026) bislang über 110 Solarkraftwerke mit zusammen rund 800 Megawattpeak (MWp) Leistung an 98 Standorten in Deutschland realisiert. Zur Finanzierung der Solarkraftwerke hat die Wattner Gruppe als Emissionshaus von 2008 bis 2021 Solar-Vermögensanlagen mit einem Anlegerkapitalvolumen von zusammen rund 261 Millionen Euro platziert. Dazu kamen 2019/2020 und Mai 2026 drei prospektfreie Schwarmfinanzierungen (Crowdinvestings) mit einem Zeichnungsvolumen von zusammen rund 4 Millionen Euro.
Bei den ersten vier Vermögensanlagen, Wattner SunAsset 1 bis 4, handelt es sich um Kommanditbeteiligungen. Davon wurden die ersten drei mit Gesamtauszahlungen jeweils leicht über der Prognose beendet. Wattner SunAsset 4 ist, nachdem die Anlegerinnen und Anleger bis 2017 die prognostizierte angepasste Gesamtauszahlung erhalten haben, weiterhin aktiv und hat unter anderem auch die Bauphase des Solarparks Zahna finanziert. Die Auszahlungen (Zinsen und Tilgungen) bei den sechs Nachrangdarlehens-Angeboten Wattner SunAsset 5 bis 10 und bei den Crowdinvestings (Nachrangdarlehen) erfolgten bislang nach Angaben von Wattner planmäßig.

Die Gründer der Wattner Gruppe: Ulrich Uhlenhut (l.) und Guido Ingwer. / Foto: Wattner
Kapitalstruktur
- Gesamtfinanzierungsvolumen: 16,919 Millionen Euro
- (inkl. Emissionskosten und Liquiditätsreserve)
- Kommanditkapitalvolumen: 0,541 Millionen Euro (3,2 Prozent)
- Nachrangdarlehensvolumen: 3,5 Millionen Euro (20,7 Prozent)
- Bankkapitalvolumen: 12,878 Millionen Euro (76,1 Prozent)
Die Kommanditeinlage beträgt derzeit 3,6 Millionen Euro. Sie soll durch die Nettoeinnahmen der vier Nachrangdarlehensangebote „Wattner Solarkraftwerk Zahna“ abzüglich einer zu bildenden Liquiditätsreserve (161.000 Euro) auf 541.000 Euro reduziert werden. Die Errichtung des Solarparks wurde hauptsächlich aus Bankdarlehen mit insgesamt 12,9 Millionen Euro finanziert, welche die Emittentin im September 2025 mit der Deutsche Kreditbank Aktiengesellschaft (DKB) abgeschlossen hat.
Kosten
Für die Vermittlung der Vermögensanlage rechnet die Emittentin mit Kosten von 5 Prozent bezogen auf das eingeworbene Emissionsvolumen, so dass sich bei einer Vollplatzierung Provisionskosten von 175.000 Euro ergeben. Mit den platzierungsunabhängigen Nebenkosten (Konzeption, Marketing sowie Hinterlegung und Gestattung der VIB) von 105.000 Euro ergibt sich ein Gesamtbetrag von 280.000 Euro. Ein Ausgabeaufschlag (Agio) wird nicht erhoben. Für die als Schwarmfinanzierung (Crowdinvesting) konzipierten Vermögensanlagen-Angebote wurde kein von der BaFin zu billigender Verkaufsprospekt erstellt, sondern von der BaFin gestattete dreiseitige Vermögensanlagen-Informationsblätter (VIB).
Zu den laufenden Kosten der Emittentin gehören die jährlichen Zinszahlungen für die Bankdarlehen und die Nachrangdarlehen. Zu den operativen laufenden Kosten von Solarparks zählen insbesondere die Vergütungen für Wartung, Betriebsführung und Pacht. Die Emittentin hat laut VIB die DEWA - Deutsche Energiebau und Wartung GmbH, ein Unternehmen der Wattner Gruppe, mit der technischen und kaufmännischen Betriebsführung des Solarkraftwerks Zahna beauftragt. Die Emittentin hat ECOreporter vertraulich ihre Planungsrechnung zur Verfügung gestellt und auch weiterführende Fragen beantwortet. Nach Einschätzung von ECOreporter liegen die anfänglich angesetzten laufenden Projektkosten im marktüblichen Bereich.
Laufzeit und Auszahlungen
Für „Wattner Solarkraftwerk Zahna“ gibt es vier Angebots-Varianten, für die jeweils ein VIB und Nachrangdarlehensbedingungen erstellt wurden. ECOreporter liegt das Vertragswerk für das Angebot „Wattner Solarkraftwerk Zahna 10“ vor. Die „10“ steht für (rund) zehn Jahre Laufzeit. Nach Angaben der Anbieterin unterscheiden sich die vier Vermögensanlagen-Varianten nur hinsichtlich Volumen, Laufzeit, Zinssatz, Tilgungszeitpunkt, Frühzeichnerbonus-Verfügbarkeit sowie der zeichnungsberechtigten Personen.

Der Solarpark Zahna erstreckt sich über eine Fläche von ungefähr 33 Hektar. / Foto: Wattner
Die Laufzeit der Vermögensanlagen beginnt am jeweiligen Gewährungszeitpunkt (Tag der Gutschrift des Anlagebetrags bei der Emittentin) und endet beim Angebot „Wattner Solarkraftwerk Zahna 10“ am 31. Dezember 2036. Eine ordentliche Kündigungsmöglichkeit besteht während der Laufzeit nicht. Die Ansprüche aus dem Nachrangdarlehen können laut den Nachrangdarlehensbedingungen grundsätzlich mit Zustimmung der Emittentin übertragen werden.
Die Emittentin verpflichtet sich gemäß den Nachrangdarlehensbedingungen, das Nachrangdarlehen - vorbehaltlich des vereinbarten Nachrangs und der vorinsolvenzlichen Durchsetzungssperre - in zehn jährlichen Tilgungsraten von jeweils 10 Prozent des valutierten Anlagebetrags zurückzuzahlen. Der Zinssatz der Nachrangdarlehen beträgt beim Angebot „Wattner Solarkraftwerk Zahna 10“ 5,0 Prozent pro Jahr. Anlegerinnen und Anleger, die innerhalb der ersten vier Wochen ab Platzierungsbeginn zeichnen, steht zusätzlich ein Frühzeichnerbonus von einmalig 1,0 Prozent auf den Anlagebetrag zu.
Das Angebot „Wattner Solarkraftwerk Zahna 10“ (kurz: 10) stellt mit einem Emissionsvolumen von bis zu 2,375 Millionen Euro den Großteil des geplanten Volumens. Die weiteren Angebote sind 10 regional (Emissionsvolumen bis zu 125.000 Euro), 15 (bis zu 950.000 Euro) und 15 regional (bis zu 50.000 Euro).
Die „15“ steht für (rund) 15 Jahre Laufzeit. Bei dieser Angebotsvariante soll die Rückzahlung der Nachrangdarlehen in fünf jährlichen Tilgungsraten von jeweils 20 Prozent des Anlagebetrags zwischen 2037 und 2041 erfolgen. Bei „15“ und „15 regional“ gilt der einmalige Frühzeichnerbonus von 1 Prozent auf den Anlagebetrag innerhalb der ersten acht Wochen ab Platzierungsbeginn.
Die Vermögensanlagen-Varianten 10 regional bzw. 15 regional unterscheiden sich von den Angeboten 10 bzw. 15 dadurch, dass sie einen Zinssatz von 7,5 Prozent pro Jahr bieten und nur von Anlegerinnen und Anlegern gezeichnet werden können, die ihren Erstwohnsitz in der Region des Solarparks Zahna (Postleitzahlen 06895, 06886, 06888, 06889) haben. Zins- und Rückzahlungen der Nachrangdarlehen sollen bei allen vier Angebotsvarianten aus den Erlösen der Stromvermarktung des Solarkraftwerks Zahna erfolgen.
Investitionen
Das Emissionsvolumen der vier Vermögensanlagen beträgt zusammen 3,5 Millionen Euro. Die geplanten Nettoeinnahmen bei Vollplatzierung von 3,22 Millionen Euro sollen dazu dienen, das gegenwärtig eingebrachte Kommanditkapital der Emittentin größtenteils zu refinanzieren und abzüglich einer Liquiditätsreserve an die Kommanditistin zurückzuführen.
Die Emittentin hat das Solarkraftwerk Zahna erworben. Dabei handelt sich um eine Photovoltaik-Freiflächenanlage bestehend aus zwei miteinander verbundenen Anlagenteilen mit zwei separaten Netzanschlüssen auf einer Fläche von insgesamt rund 33 Hektar. Die Solaranlage durfte nach Angaben der Anbieterin aufgrund einer Genehmigungsfreistellung der Gemeinde Zahna-Elster ohne Baugenehmigung gebaut werden. Sie befindet sich rund 80 Kilometer südwestlich von Berlin. Das Solarkraftwerk Zahna wurde von der Wattner Bau GmbH als Generalunternehmerin errichtet. Es besteht laut VIB aus nach Süden ausgerichteten, monokristallinen und bifazialen (d.h. zweiseitigen) Photovoltaik‐Modulen des chinesischen Herstellers Hengdian Group mit einer Gesamtleistung von rund 41 MWp sowie 98 Wechselrichtern des deutschen Herstellers REFU Elektronik GmbH. Das Solarkraftwerk wurde den Angaben nach 2,25 Meter hoch eingezäunt (inkl. Übersteigschutz).
Das Solarkraftwerk ist nach Angaben der Emittentin seit Anfang August 2026 in Betrieb. Die Emittentin hat für den Solarpark 2025 einen Zuschlag bei der Solarausschreibung der Bundesnetzagentur erhalten. Ihr Zuschlagswert beträgt laut VIB 4,68 Cent/kWh für 20 MWp, die derzeit das maximale Zuschlagsvolumen für eine Solaranlage bei den Ausschreibungen sind. Die übrigen 21 MWp sollen laut VIB zum jeweiligen Börsenstrompreis vermarktet werden.
Nicht nur beim Verkauf zum Börsenstrompreis besteht das Risiko, dass ein Verkauf zu positiven Preisen nicht möglich ist. Auch im Marktprämienmodell des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) für neue Solaranlagen entfällt in Phasen von negativen Strom-Spotmarktpreisen an der Strombörse die Einspeisevergütung. Eine Möglichkeit, um Ertragseinbußen aufgrund negativer Strompreise zu verringern, ist die Kombination von Solaranlagen mit Batteriespeichern. Damit kann erzeugter Solarstrom gespeichert werden, um ihn in Phasen mit positiven Strompreisen ins Stromnetz einzuspeisen.
Das Solarkraftwerk Zahna hat derzeit keinen Energiespeicher. Nach Angaben von Wattner
sind für die Integration eines Speichers in das Stromnetz viele Abstimmungen mit den Netzbetreibern notwendig, die oftmals langwierig sind. Damit der Speicher nicht den Netzanschluss des Solarparks verzögert, wurde nach Angaben der Initiatorin kein Speicher mitentwickelt. Wattner plant nach eigenen Angaben, sukzessive bei Bestands-Solarkraftwerken Speicher nachzurüsten. Insofern ist es grundsätzlich möglich, dass künftig - bei einer Einigung auf ein Netzanschlusskonzept mit dem Netzbetreiber - ein Stromspeicher beim Solarkraftwerk Zahna realisiert wird.
Ökologische Wirkung
Das Solarkraftwerk Zahna kann laut Prognose rund 31 Millionen kWh Strom pro Jahr erzeugen. Bei einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 3.500 kWh versorgt es so rechnerisch über 8.600 Haushalte. Solaranlagen amortisieren sich in Deutschland laut Umweltbundesamt nach durchschnittlich ein bis zwei Jahren energetisch – nach dieser Zeit hat die Anlage so viel Energie produziert, wie für Herstellung, Transport, Installation, Betrieb und Entsorgung aufgewendet werden müssen. Konventionelle Energieerzeugungsanlagen mit fossilen Brennstoffen wie Kohle oder Erdgas amortisieren sich demgegenüber nie energetisch, denn es muss im Betrieb immer mehr Energie in Form von Brennstoffen eingesetzt werden, als man an Nutzenergie erhält. Im Vergleich zur Stromgewinnung aus Kohlekraftwerken beträgt die CO2-Einsparung während des Betriebs des Solarparks Zahna schätzungsweise über 20.000 Tonnen pro Jahr.

Das Grundstück des Solarparks Zahna ist nur zu 60 Prozent bebaut. / Foto: Wattner
Die Wattner Gruppe gestaltet ihre Solarparks nach eigenen Angaben naturschutzfachlich hochwertig. Beim Solarkraftwerk Zahna wurden nach Angaben von Wattner folgende Maßnahmen umgesetzt und ökologische Aspekte berücksichtigt:
- nur 60 Prozent der Fläche sind bebaut
- extensive Nutzung der Fläche – Entwicklung von mesophilem (artenreichem) Grünland
- kein Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, Düngemitteln oder Reinigungsmitteln
- Herrichtung von sechs Lerchenfenstern von je ca. 800 Quadratmetern als Vogelschutzmaßnahme.
Die Ablösung des Vermögensanlagen-Kapitals ermöglicht mittelbar - abhängig vom Platzierungsvolumen - die Rückführung eines Großteils des von der Wattner Gruppe eingebrachten Kommanditkapitals der Emittentin. Die Wattner Gruppe könnte das ihr so zufließende Kapital nutzen, um neue Solarprojekte zu entwickeln und zu errichten. Auf diese Weise könnte die Wattner Gruppe weitere Solaranlagen finanzieren, die im Vergleich zu Kraftwerken, die fossile Brennstoffe einsetzen, CO2-Emissionen einsparen.
Risiko
Bei den angebotenen Vermögensanlagen handelt es sich um unbesicherte Nachrangdarlehen, die einen Rangrücktritt und eine vorinsolvenzliche Durchsetzungssperre enthalten. Die Emittentin ist hauptsächlich mit Bankdarlehen finanziert, die vorrangig zu bedienen und besichert sind. Daher sind die Risiken für die Nachrangdarlehensgeber vergleichbar mit den Risiken für die Eigenkapitalgeber bei einer Solarpark-Kommanditbeteiligung. Laut den Nachrangdarlehensbedingungen wird das Nachrangdarlehen ab Laufzeitende bis zur Rückzahlung nicht verzinst. Zudem enthalten die Nachrangdarlehensbedingungen keine Klausel, welche Ausschüttungen an die Kommanditistin bis zur vollständigen Rückzahlung der Nachrangdarlehen begrenzt.
Die Emittentin hat einen Solarpark erworben, der bereits in Betrieb ist, so dass Projektentwicklungs- und Fertigstellungsrisiken entfallen. Sie trägt die mit dem Betrieb des Solarparks verbundenen Projektrisiken. Zu den Risiken zählen beispielsweise, dass die Sonneneinstrahlung geringer ist als prognostiziert, mehr Phasen mit negativen Strompreisen auftreten als einkalkuliert, Börsenstrompreise sinken, ungeplante Reparaturen anfallen, die tatsächliche Leistung der Solarmodulen unter der Erwartung bleibt und die Betriebskosten über die Kalkulationswerte steigen. Aufgrund der gesellschaftlichen und personellen Verflechtungen der beim Solarprojekt Zahna beteiligten Unternehmen der Wattner Gruppe besteht ein Potenzial für Interessenskonflikte.
Der Solarpark Zahna befindet sich in Sachsen-Anhalt, wo am 6. September Landtagswahlen stattfinden. Es besteht das Risiko, dass die AfD danach die Regierung stellen kann und sich in der Folge die wirtschaftlichen Perspektiven und Rahmenbedingungen in dem Bundesland deutlich verschlechtern. Im Bereich der Erneuerbaren Energien kann das insbesondere Projekte betreffen, die sich in der Entwicklungsphase befinden. Für Projekte wie den Solarpark Zahna, der bereits in Betrieb ist, gilt grundsätzlich ein Bestandsschutz. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass eine AfD-Regierung auch negative Auswirkungen auf bestehende Projekte haben kann. Mögliche Risiken sind beispielsweise, dass Genehmigungen nachträglich eingeschränkt werden, zusätzliche Rechtskosten für Anlagenbetreiber entstehen und Erweiterungen von Anlagen um Energiespeicher erschwert werden.
Für die Vermögensanlagen wurde kein ausführliches Verkaufsprospekt erstellt, sondern deutlich kürzere VIBs. Es ist daher möglich, dass Risiken bei der Emittentin bestehen, die auf Basis der Vermögensanlagen-Informationsblätter (VIB) nicht oder nicht im Detail erkennbar sind. Da die Emittentin nur einen Solarpark besitzt, besteht keine Risikodiversifizierung über mehrere Projekte. Es besteht das Risiko, dass es der Emittentin nicht möglich sein wird, die Zins- und Rückzahlungen der Nachrangdarlehen (vollständig) aus den Erlösen der Stromvermarktung des Solarkraftwerks Zahna zu finanzieren. Für Anlegerinnen und Anleger besteht das Risiko, dass die Zahlungen verzögert, nur teilweise oder gar nicht erfolgen.
Stärken
- Solarpark fertiggestellt und in Betrieb
- Sehr erfahrene Wattner-Geschäftsführung
- Bankfinanzierung abgeschlossen
- Laut Kalkulation keine Anschlussfinanzierung am Laufzeitende erforderlich
- Positive Leistungsbilanz der Wattner Gruppe
Schwächen
- Derzeit noch kein Stromspeicher
- Halbe Solarpark-Leistung außerhalb der EEG-Vergütung
- Potenzial für Interessenskonflikte
Fazit:
Finanziell
Die Emittentin besitzt einen Solarpark, der zu rund 50 Prozent einen EEG-Einspeisetarif hat, finanziert ist und bereits in Betrieb ist. Da die Module des Solarparks Zahna nach Süden ausgerichtet sind und kein Stromspeicher vorhanden ist, besteht angesichts des starken Solarausbaus in Deutschland das Risiko, dass die Emittentin für den erzeugten Strom insbesondere im Sommerhalbjahr in den Mittagsstunden im zunehmenden Umfang keine Vergütungen erhält.
Angesichts dieser erschwerten Bedingungen sind umfangreiche Marktkenntnisse erforderlich, um langfristig erfolgreich agieren zu können. Die inhabergeführte Wattner Gruppe ist bereits seit mehr als 20 Jahren auf dem Solarmarkt vertreten. Das zeugt nicht nur von Kontinuität, sondern ist auch Indiz dafür, dass sie sich an veränderte Marktbedingungen anpassen kann und in der Lage ist, für Projekte wie das Solarkraftwerk Zahna zusätzliche Erlöspotenziale bei der Stromvermarktung zu erkennen und zu nutzen. Zins- und Rückzahlungen der Nachrangdarlehen sollen aus den Erlösen der Stromvermarktung des Solarkraftwerks Zahna erfolgen. Die angebotenen Vermögensanlagen-Varianten haben unterschiedliche Laufzeiten und Tilgungsstrukturen, so dass für Anlegerinnen und Anleger eine Auswahlmöglichkeit besteht.
Nachhaltigkeit
Der Solarpark Zahna erzeugt Strom wie erläutert nachhaltig und verfügt über die geschilderten weiteren positiven ökologischen Merkmale.
ECOreporter-Empfehlung
Das Solarkraftwerk Zahna ist bereits finanziert und in Betrieb und erfüllt damit zwei zentrale Sicherheitsaspekte. In der Betriebsphase bestehen Erlösrisiken. Diese sollten durch das erfahrene Management, das eine positive Leistungsbilanz vorweisen kann, vermindert werden, damit sich ein marktgerechtes Investmentangebot ergeben kann.
Basisdaten
Emittentin und Anbieterin: Wattner SunAsset Solarkraftwerk 093 GmbH & Co. KG, Monheim am Rhein
Komplementärin und Geschäftsführerin: Wattner Energie und Management Verwaltungs GmbH, Monheim am Rhein
Anlageform: Nachrangdarlehen
Emissionsvolumen: 3,5 Millionen Euro
Mindestzeichnungssumme: 500 Euro
Agio: 0 Prozent
Laufzeit: bis 31. Dezember 2036 (Varianten 10 und 10 regional), bis 31. Dezember 2041 (Varianten 15 und 15 regional)
Zinssatz: 5,0 Prozent pro Jahr (Varianten 10 und 15), 7,5 Prozent pro Jahr (Varianten 10 regional und 15 regional)
Tilgung: 10 Prozent pro Jahr (Varianten 10 und 10 regional), 20 Prozent pro Jahr ab 2037 (Varianten 15 und 15 regional)
Handelbarkeit: Keine Zulassung an einer Börse
