Billerud sieht sich in seinen zwei Märkten mit unterschiedlichen Bedingungen konfrontiert. / Foto: Billerud

  Nachhaltige Aktien

Verpackungshersteller Billerud: Gut in Nordamerika, schwach in Europa

Der schwedische Verpackungs- und Papierhersteller Billerud hat im ersten Halbjahr 2025 in unterschiedlichen Regionen sehr unterschiedliche Ergebnisse erzielt. Der Ausblick bleibt vorsichtig.

Von Januar bis Juni erzielte Billerud einen Umsatz von 21,3 Milliarden Schwedischen Kronen (1,9 Milliarden Euro), mit einem Plus von 1 Prozent lag dieser ungefähr auf Vorjahresniveau. Im zweiten Quartal sank der Umsatz zum Vorjahreszeitraum um 5 Prozent auf 10,2 Milliarden Kronen (905 Millionen Euro), im starken ersten Quartal war der Umsatz um 7 Prozent gestiegen.

Ausblick bleibt vorsichtig

Die Finanzergebnisse im zweiten Quartal fielen in den beiden Regionen des Konzerns unterschiedlich aus, wie Billerud erklärte. Während in Nordamerika die Geschäfte hervorragend liefen, litt das Unternehmen in Europa weiter unter schwachen Marktbedingungen und einer geringen Nachfrage. Das Europageschäft ist mit einem Umsatzanteil von 63 Prozent das wichtigere.

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Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wuchs in den ersten sechs Monaten um 6 Prozent auf 2,3 Milliarden Kronen (203 Millionen Euro). Besonders hervor hob der Konzern die EBITDA-Marge von 22 Prozent in Nordamerika – laut Billerud der beste Wert seit dem vierten Quartal 2022. Gestützt wurde die Entwicklung durch steigende Absätze und Preiserhöhungen. Konzernweit lag die EBITDA-Marge bei 11 Prozent, nach 10 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Unter dem Strich stand im ersten Halbjahr ein Nettogewinn von 470 Millionen Kronen (42 Millionen Euro), ein Plus von 25 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Auch das lag vor allem am starken ersten Jahresviertel: Im zweiten Quartal sank das Nettoergebnis im Vergleich zu 2024 um 13 Prozent auf 55 Millionen Kronen (4,9 Millionen Euro).

Für das dritte Quartal geht Billerud von soliden Bedingungen in Nordamerika und weiter schwachen Märkten in Europa aus. Die Betriebskosten sollen stabil bleiben. Eine konkrete Prognose in Zahlen gab das Unternehmen nicht ab.

Die Billerud-Zahlen kommen an der Börse nicht gut an. Im Tradegate-Handel ist die Aktie aktuell 5,8 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 8,06 Euro (Stand: 18.7.2025, 9:19 Uhr). Im Monatsvergleich büßte der Kurs 11,8 Prozent ein, auf Jahressicht ist die Aktie 9,9 Prozent im Minus.

Verpackungshersteller haben es aktuell schwer am Markt, das zeigt auch der ECOreporter-Aktien-Favorit Mayr-Melnhof. Anlegerinnen und Anleger brauchen wahrscheinlich einen langen Atem, wenn sie jetzt in die Billerud-Aktie einsteigen möchten. Prinzipiell ist der Konzern aber solide aufgestellt und schreibt noch immer schwarze Zahlen.

Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie für 2025 ist mit 15 moderat. Die erwartete Dividendenrendite für 2025 liegt bei attraktiven 3,2 Prozent.

Billerud AB: ISIN SE0000862997 / WKN 807435

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