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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie, Aktien-Favoriten
Vestas: Finanzchef geht, Aktie rutscht ab
Die ECOreporter-Favoriten-Aktie Vestas hat an der Börse gestern rund 10 Prozent an Wert eingebüßt. Zuvor hatte der dänische Windanlagenbauer mitgeteilt, dass Finanzchef Hans Martin Smith das Unternehmen Ende des Jahres verlassen wird. Einen Nachfolger gibt es noch nicht.
Smith ist laut Vestas seit mehr als 20 Jahren Teil des Unternehmens, das Amt als Finanzvorstand hat er seit März 2022 inne. Die Suche nach einem Nachfolger laufe, so der Konzern. Übergangsweise soll Vestas-Manager Rasmus Gram die Verantwortung für die Finanzen im Vorstand übernehmen.
Analysten spekulieren über Schwierigkeiten
Smith habe geholfen, "ein stark verlustbringendes Jahr 2022 in ein profitables Jahr 2023 zu verwandeln und die Fortsetzung des positiven Rentabilitätskurses von Vestas im Jahr 2024 zu überwachen", so Vestas in einer Mitteilung. Smith selbst erklärte in einer Stellungnahme, er habe nach 20 Jahren im Unternehmen und "angesichts der kontinuierlichen Verbesserung der Rentabilität von Vestas" beschlossen, das Ende des Jahres 2024 sei "der richtige Zeitpunkt, um zu erkunden, wie das Leben außerhalb von Vestas aussehen könnte".
Eine aktuelle Einschätzung der Vestas-Aktie gibt ECOreporter im Premium-Bereich ab. Für einen tieferen Einblick in die Windbranche lesen Sie unseren zweiteiligen Windaktien-Überblick.
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An der Börse kam die Nachricht über Smiths Abschied nicht gut an, die Aktie schloss am gestrigen Mittwoch im Xetra-Handel 10,3 Prozent im Minus. "Der Markt scheint den Rücktritt des CFO mit den jüngsten Rentabilitätsproblemen in Verbindung zu bringen und sieht seinen Rücktritt wahrscheinlich als Zeichen dafür, dass diese Probleme noch nicht vollständig gelöst sind", erklärte ein Analyst der norwegischen Großbank DNB gegenüber dem Sender "ntv".
Heute ist die Vestas-Aktie 1,3 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 13,22 Euro (Stand: 5.12.2024, 9:14 Uhr). Auf Monatssicht notiert die Aktie 8,2 Prozent im Minus, in den letzten zwölf Monaten hat sie 47,9 Prozent an Wert eingebüßt. In diesem Jahr ging es für den Kurs beständig abwärts, seit Januar hat er sich etwa halbiert.
Vestas konnte seinen Umsatz und Gewinn in den ersten neun Monaten 2024 steigern, musste seine Ergebnisprognose im August allerdings senken. Für ECOreporter ist das jedoch kein Grund zur Panik: Vestas erholt sich deutlich schneller von der Krise der letzten Jahre als Konkurrenten wie Nordex aus Hamburg und der zum Münchner Konzern Siemens Energy gehörende Windanlagenbauer Siemens Gamesa. Vestas hat nach einem Milliardenverlust 2022 bereits im vergangenen Jahr die Rückkehr in die schwarzen Zahlen geschafft, der Gewinn soll weiter zulegen.
Gewinne klettern wieder
Die Absatzzahlen bei Vestas steigen, das Unternehmen hat seine Verkaufspreise angehoben und bereits angekündigt, diese auch bei einem Rückgang der Materialkosten vorerst nicht zu senken. In der Service-Sparte, in der das Unternehmen als Dienstleister etwa den Betrieb und die Wartung von Windparks übernimmt, steigen die Margen zwar langsamer als erhofft, das Segment liefert aber verlässliche Einnahmen über den Turbinenverkauf hinaus.
Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktie liegt für 2024 bei hohen 37, für 2025 wird es aufgrund weiter steigender Gewinne bei deutlich moderateren 13 erwartet. Zwar ist ein Einstieg in die Aktie nach Einschätzung von ECOreporter derzeit noch mit erhöhten Risiken verbunden. Langfristig kann es für den Kurs bei der erwartbaren wirtschaftlichen Erholung des Konzerns aber wieder aufwärts gehen.
Vestas ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie der Kategorie Nachhaltige Mittelklasse. Ein Unternehmensporträt finden Sie hier. Mehr zur Entwicklung der Mittelklasse-Favoriten-Aktien erfahren Sie in unserem großen Überblicksartikel.
Vestas Wind Systems A/S: ISIN DK0061539921 / WKN A3CMNS
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