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Vorsicht, Festgeld-Betrug!
Kriminelle versuchen mit immer professionelleren Internet-Auftritten, Menschen um ihr Erspartes zu bringen. Im Fokus stehen dabei auch vermeintlich sichere Festgeldanlagen.
Unter anderem mit Hilfe von KI erstellen Betrüger Fake-Websites, die den offiziellen Seiten von Banken, Vermittlern und Vergleichsportalen auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich sehen. Auch gefälschte E-Mails sind mittlerweile oft so professionell designt, dass nicht nur völlig unbedarfte Anlegerinnen und Anleger auf sie hereinfallen.
Der Erstkontakt erfolgt häufig über Werbeanzeigen für hoch verzinste Festgeldangebote in sozialen Medien. Wer auf die Anzeigen klickt, landet auf den gefälschten Websites und soll dort ohne großen Aufwand ein Festgeldkonto eröffnen können. Häufig liegen diese Konten angeblich bei bekannten Großbanken aus dem Ausland. In Wahrheit landet das eingezahlte Geld aber auf Konten der Betrüger und ist dann oft verloren, auch weil Anlegerinnen und Anleger manchmal erst nach Jahren merken, dass keine Zinsen für ihr Kapital gezahlt werden.
ECOreporter rät bei Festgeldangeboten im Internet:
- Achten Sie auf die Adressen (URLs) von Websites und vergleichen Sie diese mit den offiziellen Seiten von Banken und Vermittlern. Gibt es Abweichungen in den URLs, ist das ein Anzeichen für eine Fake-Seite. Gleiches gilt für Mails mit auffälligen Absender-Adressen.
- Schließen Sie Festgeldverträge am besten nur direkt über die offiziellen Seiten von Banken oder großen Vergleichsportalen ab. Seien Sie vorsichtig bei Links in Mails, und ignorieren Sie grundsätzlich Telefonanrufe von angeblichen Finanzvermittlern. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen: Lassen Sie sich Angebote über andere Kanäle bestätigen, etwa die Kontaktformulare oder Telefon-Hotlines auf den offiziellen Seiten.
- Wiegen Sie sich nicht in falscher Sicherheit: Viele betrügerische Web-Auftritte schaffen es mittlerweile, ein hohes Maß an Seriosität vorzugaukeln, beispielsweise mit nie erteilten TÜV-Siegeln, falschen Mitarbeiterfotos und teilweise sogar gestohlenen Identitäten, etwa von Vertriebs- und Bankmitarbeitern. Auch ihr Impressum übernehmen die Fake-Seiten teilweise von tatsächlich existierenden Unternehmen. Manchmal schicken Betrüger sogar gut gefälschte Vertragsunterlagen per Post.
- Betrug erkennen Sie spätestens dann, wenn Sie sich identifizieren müssen. In Deutschland ist die Eröffnung eines Festgeldkontos nur möglich, wenn Sie sich in einer Bankfiliale, per Post-Ident oder Video-Ident ausweisen. Werden Sie lediglich aufgefordert, irgendwo Fotos von sich und Ihrem Ausweis hochzuladen: Brechen Sie den Vorgang sofort ab!
Einen Überblick über die Fest- und Tagesgeldangebote nachhaltiger Banken finden Sie hier.
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04.01.26
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