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Warum SPACs eine schlechte Geldanlage-Idee sind
In den letzten Jahren sind zahlreiche junge Unternehmen, auch nachhaltige, über leere Firmenmäntel, sogenannte SPACs, schnell und unbürokratisch an die Börse gekommen. Für Anlegerinnen und Anleger haben sich die Börsengänge aber meist nicht gelohnt.
Der Fleischersatzhersteller Beyond Meat, das Wasserstoffunternehmen Enapter, Elektroautobauer wie Polestar, Fisker, Sono oder Lucid – sie alle haben es mit SPACs zu einer Handelsnotierung gebracht, meist in den USA.
SPACs boomen wieder
SPACs sind Unternehmen, die nur mit ihrem Namen an die Börse gehen. Sie haben keine Produkte, keine Belegschaft, kein Kapital. Der einzige Daseinszweck dieser Special Purpose Acquisition Companies (so der Langname): Sie wollen mit dem Geld, das sie durch ihren Börsengang einsammeln, andere Firmen aufkaufen, mit diesen verschmelzen und sie dadurch quasi durch die Hintertür an die Börse bringen.
Das erspart den aufgekauften Unternehmen, meist finanziell noch wackeligen Start-ups, den aufwendigen Prozess einer Börsenzulassung. Als leere Mantelgesellschaften kommen SPACs deutlich einfacher an eine Handelsnotierung. Nach einigen schwächeren Jahren boomen SPACs mittlerweile wieder, aktuell sind so viele leere Firmenhüllen aktiv wie in den beiden letzten Jahren zusammen.
Allerdings zahlen sich Investitionen in SPACs nur selten aus. Die meisten dieser Gesellschaften starten mit einem Börsenkurs von 10 Dollar. Wer zu diesem Preis einsteigt, verliert nach Berechnungen des New Yorker Jura-Professors und Finanzexperten Michael Ohlrogge mittelfristig im Schnitt zwischen 60 und 70 Prozent des eingesetzten Kapitals. Einer der Hauptgründe für die schlechte Entwicklung sind die oft überzogenen Umsatzerwartungen der Start-ups, die von den SPACs übernommen werden.
ECOreporter hat bereits früh vor Investments in SPACs gewarnt. Mehr dazu können Sie hier lesen.