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Wasserstoff: Enapter sammelt 8 Millionen Euro bei Investoren ein
Das Berliner Wasserstoffunternehmen Enapter hat mit einer Kapitalerhöhung rund 8 Millionen Euro an Bruttoemissionserlösen eingenommen. Zudem nimmt ein Joint Venture des Unternehmens in China die Produktion auf.
Im Rahmen der Kapitalerhöhung wurden 1,9 Millionen neue Aktien zu einem Platzierungspreis von 4,26 Euro pro Anteilsschein ausgegeben. Damit erhöht sich das Grundkapital des Unternehmens auf rund 29 Millionen Euro.
Enapter will das Geld nach eigenen Angaben zur Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit verwenden. Die neuen Aktien sollen ab dem 21. Oktober 2024 an den Börsen Frankfurt und Hamburg handelbar sein. Sie sind ab dem 1. Januar 2024 gewinnberechtigt.
Pläne für Massenfertigung aufgegeben
Darüber hinaus gab Enapter bekannt, dass das Unternehmen Wolong Enapter Hydrogen Technologies, ein Joint Venture von Enapter und der chinesischen Wolong Group, seinen ersten Elektrolyseur der Megawattklasse im chinesischen Shangyu produziert hat. Mit der Fertigstellung des Wasserstoffgenerators startet das Joint Venture die Serienproduktion für den chinesischen Markt.
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Wolong Enapter Hydrogen Technologies hat laut Unternehmen bereits mehrere Absichtserklärungen (MoU) mit Unternehmen in China unterzeichnen – darunter die Investmentgesellschaft Concord New Energy, die 2025 ein Pilotprojekt starten will, und der größte chinesische Stahlproduzent Baowu Steel. Baowu Steel plant nach eigenen Angaben den Ausbau seiner bestehenden Wasserstoffproduktion, um die Dekarbonisierung seiner energieintensiven Produktionsprozesse voranzutreiben.
"Der Start der Serienproduktion der Megawatt-Elektrolyseure für den chinesischen Markt ist ein wichtiger Schritt innerhalb unserer Expansionsstrategie", erklärte Enapter-Chef Jürgen Laakmann. "Dank des Joint Ventures mit Wolong sind wir bestens aufgestellt, um die wachsenden Marktpotenziale im chinesischen Wasserstoffsektor zu erschließen und Enapters dynamisches Wachstum weiter voranzutreiben."
Ursprünglich hatte das Unternehmen geplant, eine Massenfertigung im nordrhein-westfälischen Saerbeck bei Münster aufzubauen. Die Pläne für das Forschungs- und Produktionszentrum Enapter Campus hatte der Konzern Anfang Juni aber aufgegeben. Am einzigen Produktionsstandort in Italien soll nur noch der Stack, das patentgeschützte Herzstück eines Elektrolyseurs, gefertigt werden. Für die übrigen Teile soll die Elektrolyseur-Produktion in Kooperation mit Wolong erfolgen. Für die übrigen Teile soll die Elektrolyseur-Produktion in Kooperation mit Wolong erfolgen.
Die Enapter-Aktie notiert im frühen Tradegate-Handel aktuell 2,0 Prozent im Minus zum Freitag bei 3,91 Euro (Stand: 14.10.2024, 8:11 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 7,1 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 65,1 Prozent an Wert eingebüßt.
Ist Enapter ein lohnendes Investment?
ECOreporter hat stets betont, dass die Enapter-Aktie eher eine Wette als ein Investment ist – nachdem die Pläne für eine Fertigung in industriellem Maßstab gescheitert sind, ist auch diese Wette nach Einschätzung der Redaktion kaum noch interessant. Das Unternehmen schreibt hohe Verluste, die Gewinnzone ist nicht in Sicht.
Mit der teilweise ausgegliederten Fertigung macht man sich außerdem abhängiger vom chinesischen Partner. Der Aktienkurs befindet sich seit langem in einem stetigen Abwärtstrend, in den letzten drei Jahren hat die Aktie 84 Prozent an Wert verloren. ECOreporter rät von einem Einstieg ab.
Für einen Überblick zu Wasserstoff-Investments lesen Sie das ECOreporter-Dossier Von Bloom Energy bis Linde: Das sind die spannendsten Wasserstoff-Aktien.
Enapter AG: ISIN DE000A255G02 / WKN A255G0