FuelCell Energy hat im letzten Quartal nach eigener Aussage neue Brennstoffzellenkraftwerke in Betrieb genommen. / Foto: Unternehmen

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Wasserstoff: FuelCell Energy kommt nicht vom Fleck

Der US-Brennstoffzellenhersteller FuelCell Energy hat die Zahlen für das erste Quartal (November bis Januar) seines Geschäftsjahres 2023/24 vorgelegt. Der Umsatz sank deutlich, auch operativ rutschte das Unternehmen wieder in die roten Zahlen und weitete den Nettoverlust aus.

Der Umsatz sank gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich um 55 Prozent auf 16,7 Millionen US-Dollar. Damit hat FuelCell Energy auch die Erwartungen der Analysten verfehlt, die im Mittel mit einem Umsatz von 26 Millionen Dollar gerechnet hatten.

Talsohle angeblich durchschritten

Nachdem FuelCell Energy im Vorjahresquartal noch einen Bruttogewinn von 5,2 Millionen Dollar erzielt hatte, stand nun brutto wieder ein Verlust von 11,7 Millionen Dollar zu Buche. Der Nettoverlust verdoppelte sich gegenüber dem Vorjahr auf 44,4 Millionen Dollar.

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„Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2024 verzeichneten wir geringere Umsätze als im vergleichbaren Vorjahresquartal, obwohl die Ergebnisse unseren Erwartungen entsprachen", so FuelCell-Chef Jason Few. Es sei wichtig zu erwähnen, dass FuelCell im Vorjahresquartal einen einmaligen Umsatzvorteil im Zusammenhang mit einer erweiterten Garantieverpflichtung und höhere Serviceumsätze aus dem erforderlichen Austausch von Modulen verzeichnet hatte, so Few weiter.

Man gehe davon aus, dass das Ergebnis des ersten Quartals die Talsohle des Geschäftsjahres darstellen werde, betonte Few. Die Zahl der in Betrieb befindlichen Erzeugungsanlagen sei im ersten Quartal gestiegen, für den Rest des Geschäftsjahres würden außerdem steigende Produktverkäufe erwartet.

Für die FuelCell-Aktie ging es nach Veröffentlichung der Zahlen gestern fast 9 Prozent abwärts, aktuell ist sie im Tradegate-Handel 0,3 Prozent im Plus zum Vortag und notiert bei einem Preis von 1,02 Euro (8.3.2024, 10:00 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 9,9 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 67,4 Prozent an Wert verloren.

FuelCell macht seit 25 Jahren Verlust, Gewinne sind nicht in Sicht. Die letzten veröffentlichten Jahreszahlen waren schwach und enttäuschten am Finanzmarkt.

Fragwürdige Brennstoffzellen-Technik

ECOreporter ist zudem skeptisch, inwieweit das Unternehmen mit seiner Technologie einen echten Beitrag zur Dekarbonisierung leisten kann: FuelCell baut, betreibt und wartet vor allem Brennstoffzellen-Kraftwerke auf der Basis sogenannter Karbonat-Brennstoffzellen. Diese werden mit einem Gemisch aus Wasserstoff und Kohlenmonoxid betrieben, das aus fossilem Erdgas oder Biogas gewonnen wird. Bei dessen Verbrennung entsteht neben weiterem Wasserstoff auch CO2, das extra gebunden werden muss.

Derzeit arbeitet FuelCell in Kooperation mit dem Ölkonzern Exxon an effektiveren Methoden zur CO2-Bindung. Innovationskraft sollte aus Sicht der Redaktion aber besser auf die günstigere Produktion von tatsächlich grünem Wasserstoff gerichtet werden. ECOreporter sieht aktuell wenig, was für einen Einstieg in die FuelCell-Aktie spricht.

Für eine detaillierte Einschätzung der Wasserstoffbranche lesen Sie das ECOreporter-Dossier Von Bloom Energy bis Linde: Das sind die sichersten Wasserstoff-Aktien.

FuelCell Energy Inc.:

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