SFC Energy macht starke Geschäfte mit Brennstoffzellen. / Foto: SFC Energy

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Wasserstoff-Aktie: SFC Energy hebt Jahresprognose an

Der Brennstoffzellenhersteller SFC Energy hat in den ersten drei Quartalen 2024 Umsatz und Margen steigern können. Das Unternehmen aus Brunnthal bei München sieht sich strategisch sehr gut aufgestellt und hebt seine Ergebnisprognose leicht an.

SFC Energy erzielte im Zeitraum Januar bis September einen Umsatz von 105 Millionen Euro, im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von rund 20 Prozent. Dabei profitierte das Unternehmen nach eigenen Angaben besonders von der starken Nachfrage nach Brennstoffzellen für industrielle Anwendungen und einem deutlichen Ausbau des Projektgeschäfts. Am stärksten legten die Geschäfte in Asien zu, wo der Umsatz um knapp 70 Prozent wuchs.

Weniger Gewinn im dritten Quartal

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte im Jahresvergleich um 60 Prozent auf 7,2 Millionen Euro. Auch die EBIT-Marge konnte SFC Energy deutlich von 8,2 auf 11 Prozent erhöhen. Der Nettogewinn legte in den ersten drei Quartalen um fast 35 Prozent auf 8,7 Millionen Euro zu. Im dritten Quartal sank der Gewinn allerdings um 27 Prozent auf 2,3 Millionen Euro.

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SFC Energy habe es geschafft, seinen "Wachstumskurs trotz geopolitischer Unsicherheiten und temporärer Engpässe erfolgreich fortzusetzen", erklärte Unternehmenschef Peter Podesser. Mit der Eröffnung seiner bislang größten Fabrik in Rumänien und dem Erwerb von Geschäften von Ballard Power habe der Konzern "entscheidende Weichen für weiteres Wachstum gestellt".

Für das Gesamtjahr erwartet SFC Energy einen Umsatz von 142 bis 145 Millionen Euro, was einem Anstieg von 20 bis 22,6 Prozent gegenüber 2023 entsprechen würde. Beim operativen Ergebnis hob SFC Energy seine Prognose für das um Sondereffekte bereinigte EBIT auf 13,8 bis 15,1 Millionen Euro an. Auch dies würde "eine signifikante Verbesserung" gegenüber dem Vorjahr darstellen, wie das Unternehmen erklärte.

Die SFC Energy-Zahlen wurden an der Börse eher schlecht aufgenommen, für Besorgnis sorgte die schlechte Ergebnisentwicklung im dritten Quartal. Nachdem die SFC Energy-Aktie in dieser Woche bislang 16 Prozent an Wert gewinnen konnte, ist sie im Xetra-Handel aktuell wohl auch aufgrund von Gewinnmitnahmen 3,0 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 17,46 Euro (Stand: 19.11.2024, 11:10 Uhr). Im Monatsvergleich notiert die Aktie 13,1 Prozent im Minus, auf Jahressicht hat sie 6,8 Prozent an Wert verloren.

SFC Energy hat mit seiner Technologie erfolgreich eine Nische besetzt, die Brennstoffzellen werden vor allem zur stationären Stromversorgung genutzt – entweder wenn kein Zugang zum Stromnetz besteht oder als Ersatz für Diesel-Notstromaggregate. SFC gelingt damit, wovon andere Wasserstoffunternehmen weit entfernt sind: Das Unternehmen erzielt Gewinne.

Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis der SFC Energy-Aktie ist mit 27 für 2024 allerdings weiterhin hoch, für 2025 wird es dank der Aussicht auf weiter steigende Gewinne bei moderateren 18 erwartet. Trotz der geschäftlichen Erfolge hat allerdings auch die SFC Energy-Aktie in den letzten drei Jahren unter der Korrektur am Wasserstoffmarkt gelitten, der Kurs schwankt seit 2021 stark und hat um 39 Prozent nachgegeben.

Auf fünf Jahre gesehen ist die Aktie hingegen 83 Prozent im Plus. Nach Einschätzung von ECOreporter ist die Aktie für Anlegerinnen und Anleger mit erhöhtem Risikobewusstsein eine interessante Option. Für defensive Investoren eignet sie sich eher nicht.

SFC Energy AG: ISIN DE0007568578 / WKN 756857

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