Stadler hat die Straßenbahnen extra für das Stadtbild von Helsinki designt. / Foto: Stadler Rail

  Nachhaltige Aktien

Zugbauer Stadler: Wasserstoffzüge für Italien und Großauftrag aus Finnland

Der Schweizer Zugbauer Stadler Rail soll für einen italienischen Auftraggeber zwei Züge mit Wasserstoffantrieb bauen. Aus Finnland erhält das Unternehmen einen Großauftrag für Straßenbahnen in der Hauptstadt Helsinki.

Die Bestellung aus Italien ist laut Stadler der erste Auftrag für die Herstellung und Lieferung von maßgeschneiderten Zügen mit Wasserstoffantrieb für die Schmalspur. Schmalspurige Bahnen sind in der Regel einfacher und billiger zu bauen als Normalspurbahnen.

Wie gut läuft die Stadler-Aktie?

Das Geschäft umfasst den Angaben nach eine Option für die Lieferung von 13 weiteren Fahrzeugen desselben Bautyps. Außerdem sind im Vertrag der Service für die ersten beiden Züge für fünf Jahre sowie das technische Ersatzmaterial enthalten.

Lesen Sie auch das zweiteilige ECOreporter-Dossier zu nachhaltigen Bahnaktien.

Im Premium-Bereich finden Sie eine aktuelle Einschätzung der Stadler Rail-Aktie.

Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.

Nach Finnland soll Stadler bis zu 183 Straßenbahnen vom Typ Tango für den Großraum Helsinki liefern. Der Auftrag umfasst zunächst den Bau von 63 Fahrzeugen mit einer Option auf weitere 120 Einheiten.

Der Vertrag beinhaltet auch Wartungsarbeiten für über 30 Jahre, einschließlich technischem Support, Lieferung von Ersatzteilen, Einrichtung eines lokalen Lagers und Entwicklung eines Logistiksystems. Für den Auftrag werden die Züge ein eigenes Design erhalten, das „den architektonischen Charakter und die visuelle Identität“ Helsinkis widerspiegeln soll, so Stadler.

Angaben zum finanziellen Umfang machte Stadler bei keinem der beiden Aufträge.

Im Tradegate-Handel ist die Stadler-Aktie aktuell 1,4 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 21,62 Euro (Stand: 9.10.2025, 9:45 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 1,8 Prozent im Minus, im Jahresvergleich gab der Kurs um 8,2 Prozent nach.

Stadler spielt eine wichtige Rolle für die nachhaltige Mobilitätswende, für die Aktie läuft es aber seit dem Börsenstart 2019 schlecht. Besonders zwischen Anfang 2022 und November 2024 sank der Kurs deutlich. In den letzten fünf Jahren halbierte er sich.

Stadler setzt auf starkes Wachstum und nimmt dafür geringere Margen in Kauf, vielen Analysten missfällt das. Zuletzt kürzte Stadler auch seine Dividende, um seine Gewinne lieber in die Produktion zu investieren. Im ersten Halbjahr wuchsen zwar Umsatz und Gewinn, dafür verzeichnete das Unternehmen weniger Aufträge.

Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie für 2025 ist mit 17 daher eher hoch. Ob das Unternehmen gerade Profi-Investoren doch noch überzeugen kann, ist unsicher. Aktuell rät ECOreporter nicht zum Einstieg.

Stadler Rail AG: ISIN CH0002178181 / WKN A2ACPS

Verwandte Artikel

27.08.25
 >
22.09.26
 >
11.09.26
 >
19.03.25
 >
02.12.24
 >
Aktuell, seriös und kostenlos: Der ECOreporter-Newsletter. Seit 1999.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x