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Stadler Rail macht weniger Gewinn und kürzt Dividende
Der Schweizer Zugbauer Stadler Rail hat im vergangenen Jahr unter den Auswirkungen von Unwettern gelitten, Umsatz und Gewinn gaben nach. Das Unternehmen senkt die Dividende – zeigt sich aber trotz der Rückschläge zufrieden.
Der Umsatz von Stadler sank 2024 im Jahresvergleich um 10 Prozent auf 3,3 Milliarden Schweizer Franken (3,4 Milliarden Euro). Das Jahr war von Umweltkatastrophen in der Schweiz, Österreich und Spanien geprägt. ECOreporter berichtete hier. Besonders Überschwemmungen in Valencia hatten Produktion und Lieferketten erheblich beeinträchtigt. Dadurch wurden laut Stadler 350 Millionen Franken Umsatz in die Jahre 2025 und 2026 verschoben.
Gewinn bricht ein
Trotzdem habe man im vergangenen Jahr rund 500 Schienenfahrzeuge ausgeliefert, wie Stadler betonte. Aktuell arbeitet der Konzern 360 Aufträge ab. Stadler ist nach eigener Aussage "Marktführer bei Schienenfahrzeugen mit grüner Technologie". Bis Ende 2024 wurden 280 Züge mit Wasserstoff- oder Batterieantrieb verkauft. Rund die Hälfte aller in Europa eingesetzten Fahrzeuge mit alternativen Antrieben stammen laut Unternehmen von Stadler.
Im Premium-Bereich finden Sie eine aktuelle Einschätzung der Stadler Rail-Aktie. Lesen Sie auch die ECOreporter-Dossiers Unterwegs auf grünen Schienen: Bei diesen Eisenbahn-Aktien kann sich der Einstieg lohnen und Weichen stellen für die Klimawende: Diese nachhaltigen Bahnaktien sind jetzt attraktiv (Teil 2).
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Dank des hohen Auftragseingangs von 6,4 Milliarden Franken stieg der Auftragsbestand bis Ende 2024 um rund 20 Prozent auf 29,2 Milliarden Franken (30 Milliarden Euro). Die Auftragslage habe sich 2024 damit "erneut äußerst erfreulich entwickelt", erklärte Stadler-Chef Markus Bernsteiner.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank im Jahresvergleich um 45 Prozent 100,5 Millionen Franken, die EBIT-Marge ging von 5,1 auf 3,1 Prozent zurück. Angesichts der "herausfordernden Rahmenbedingungen" sei dieses Ergebnis "als gut einzuordnen", so Stadler. Unter dem Strich verbuchte das Unternehmen 2024 einen Gewinn von 55 Millionen Franken (57 Millionen Euro) gegenüber rund 139 Millionen Franken im Vorjahr.
Seine Dividende kürzt der Konzern deutlich: Die Ausschüttung wird von 0,90 Franken je Aktie im Vorjahr auf 0,20 Franken je Aktie zusammengestrichen.
Für das laufende Geschäftsjahr 2025 erwartet Stadler steigende Umsätze und eine EBIT-Marge zwischen 4 und 5 Prozent. Bis 2026 soll der Umsatz auf über 5 Milliarden Franken wachsen.
Mit seiner optimistischen Haltung kann Stadler heute an der Börse nicht überzeugen. Am Handelsplatz Lang & Schwarz ist die Stadler-Aktie aktuell 4,9 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 23,30 Euro (Stand: 19.3.2025, 10:45 Uhr). Auf Monatssicht notiert die Aktie 7,9 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 20 Prozent an Wert verloren. Die Stadler-Aktie ist als Schweizer Wertpapier in Deutschland nur eingeschränkt handelbar (mehr dazu erfahren Sie hier).
Die Aktie hat zwischen Anfang 2022 und November 2024 stark an Wert verloren, seitdem hat sich der Kurs etwas erholt. Auf fünf Jahre betrachtet ist er 37,7 Prozent im Minus. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2025 ist mit 17 angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Aussichten des Konzerns eher hoch.
Stadler spielt eine wichtige Rolle für die nachhaltige Mobilitätswende. Defensive Anlegerinnen und Anleger sollten aber abwarten, inwieweit sich die Geschäfte des Konzerns wieder erholen. Aktuell rät ECOreporter eher nicht zum Einstieg .
Stadler Rail AG: ISIN CH0002178181 / WKN A2ACPS