Stadler Rail liefert Lokomotiven an die Schweizerischen Bundesbahnen. / Foto: Stadler Rail AG

  Nachhaltige Aktien

Zughersteller Stadler erhält Auftrag für 129 Güterlokomotiven

Der Schweizer Zughersteller Stadler Rail hat von der Schweizerischen Bundesbahnen AG (SBB) einen Auftrag über bis zu 129 Güterlokomotiven erhalten. Diese sollen zwischen Herbst 2027 und 2035 schrittweise ausgeliefert werden und alte Lokomotiven ersetzen. Angaben zum finanziellen Umfang des Auftrags wurden nicht gemacht.

In einem ersten Schritt kaufen die SBB 36 Lokomotiven von Stadler mit einer Option auf weitere 93 Loks. Dies sei "ein zentraler Schritt in der notwendigen Transformation des Schienengüterverkehrs", so SBB-Güterverkehrsleiter Alexander Muhm.

Betrieb mit Batteriemodulen möglich

Bei den Lokomotiven handelt es sich laut Stadler um vierachsige elektrische Mehrsystemlokomotiven, die laut dem Konzern "einen neuen Standard" darstellen. Das Design erlaube auch den Einsatz von zwei Dieselmotoren oder zwei Batteriemodulen für den Betrieb auf der letzten Meile auf nicht elektrifizierten Strecken. Auch eine Kombination von beidem sei möglich.

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Die SBB wollen ihre Schienenfahrzeuge im Güterverkehr bis 2050 komplett erneuern. Damit sollen die Betriebskosten der Güterverkehrsflotte um rund 60 Prozent gesenkt werden, wie die SBB mitteilte.

Als Schweizer Wertpapier ist die Stadler-Aktie in Deutschland nur eingeschränkt handelbar (mehr dazu erfahren Sie hier). Nach Bekanntgabe des neuen Auftrags legte die Aktie gestern am deutschen Handelsplatz Lang & Schwarz rund 2,7 Prozent zu, aktuell ist sie weitere 1,6 Prozent im Plus (Stand: 27.9.2024, 9:14 Uhr). Auf Monatssicht notiert die Aktie 3,1 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 20,1 Prozent an Wert eingebüßt.

Der Börsenkurs hat sich nicht gut entwickelt, auf fünf Jahre gesehen hat die Aktie rund 30 Prozent an Wert verloren. Eine echte Trendwende ist bislang nicht erkennbar.

Die Geschäfte von Stadler haben sich bislang nicht von der Corona-Krise erholt. Im ersten Halbjahr 2024 stagnierte der Umsatz, der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) brach wegen höherer Kosten ein. Für die zweite Jahreshälfte rechnet das Management mit deutlich besseren Zahlen. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2024 ist mit 20 angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Situation eher hoch. ECOreporter sieht einen Einstieg aktuell als wenig attraktiv an.

Lesen Sie auch die ECOreporter-Dossiers Unterwegs auf grünen Schienen: Bei diesen Eisenbahn-Aktien kann sich der Einstieg lohnen und Weichen stellen für die Klimawende: Diese nachhaltigen Bahnaktien sind jetzt attraktiv (Teil 2)

Stadler Rail AG: ISIN CH0002178181 / WKN A2ACPS

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