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Ölkonzern BP verkauft US-Windkraftsparte
Der britische Ölkonzern BP verkauft sein Geschäft mit Windkraftanlagen auf dem US-Festland an den US-Stromnetzbetreiber LS Power. Das Unternehmen will sein Engagement bei Erneuerbaren Energien senken – und so mehr Rendite machen.
Käufer des Portfolios mit einer Kapazität von 1,7 Gigawatt ist der US-Netzbetreiber LS Power. Details zum Geschäft, wie etwa den Kaufpreis, nannten die Unternehmen zunächst nicht.
Fokus wieder voll auf fossiler Energie
BP-Chef Murray Auchincloss hatte im Februar erklärt, den Kurs des Konzerns grundlegend ändern zu wollen. BP möchte künftig wieder 10 Milliarden Dollar jährlich in das Öl- und Gasgeschäft investieren, das Engagement in Erneuerbare Energien soll reduziert werden.
Auchincloss wickelt damit die Strategie seines Vorgängers Bernhard Looney ab. Looney wollte den Konzern weniger abhängig von fossilen Brennstoffen machen und stattdessen Windkraft und Solarenergie ausbauen. Nun sollen bis 2027 Erneuerbare-Energie-Beteiligungen im Wert von 20 Milliarden Dollar verkauft werden.
Dass BP wieder voll auf fossile Brennstoffe setzt, soll dem Konzern höhere Gewinne bringen. Vor Auchincloss' Verkündung der neuen beziehungsweise alten Strategie hatten aktivistische Investoren Druck gemacht, wieder mehr in Öl und Gas zu investieren
Nennenswerte Kursgewinne hat die Entscheidung BP allerdings nicht eingebracht. Viele Analysten finden den Schritt zwar grundsätzlich richtig, kritisieren aber, dass er zu spät komme. Andere Experten – auch solche ohne Nachhaltigkeitsfokus – kritisierten die Entscheidung als kurzsichtig.
Lesen Sie für Informationen zu zukunftsträchtigen Investitionen in Erneuerbare Energien die jeweils zweiteiligen ECOreporter-Übersichten zu Windaktien und zu Solaraktien.