Einfach E-Mail-Adresse eintragen und auf "Abschicken" klicken - willkommen!

Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie, Meldungen
12 GW mehr für Windkraft-Ausschreibungen – profitiert die Windbranche?
Das Bundeskabinett hat diese Woche das von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm 2026 beschlossen. Das Programm enthält 67 Maßnahmen, die im Jahr 2030 mehr als 25 Millionen Tonnen CO2 zusätzlich einsparen und damit Deutschland moderner und unabhängiger von unsicheren fossilen Importen machen sollen. Zentrale Maßnahme ist die zusätzliche schrittweise Ausschreibung von 12 Gigawatt (GW) Windkraftleistung an Land in den anstehenden Ausschreibungsrunden der Bundesnetzagentur.
12 GW entsprechen ungefähr 2.000 modernen Windrädern mit einer Nennleistung von jeweils rund 6 Megawatt. Neben dieser Ausschreibungsmaßnahme enthält das Klimaschutzprogramm unter anderem das neue Förderprogramm mit sozialer Staffelung für rund 800.000 Elektroautos und zusätzliche Unterstützung für die Industrie beim Umstieg auf moderne Klimatechnologien. 23 Maßnahmen sollen zudem die Wälder, Moore und Böden fit machen im Einsatz gegen den Klimawandel. Für alle neuen Maßnahmen werden nach Angaben des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) zusätzlich insgesamt 8 Milliarden Euro für die nächsten vier Jahre bereitgestellt.
15 bis 20 Gaskraftwerke überflüssig?
Die Stromproduktion von 2.000 neuen Windrädern entspricht nach Angaben des BMUKN der derzeitigen Erzeugung von rund 15 bis 20 Gaskraftwerken. Nach Berechnungen des BMUKN spare die deutsche Volkswirtschaft allein durch 2.000 neue Windräder Jahr für Jahr rund 1 Milliarde Euro für den Import von Erdgas, wenn man den durchschnittlichen Großhandelspreis des letzten Jahres zugrunde lege. Der zusätzliche Windstrom habe auch Auswirkungen auf den Börsenstrompreis: Nach Einschätzung von Forschungsinstituten führen 12 GW mehr Windenergieanlagen an Land bis 2030 zu einem um 0,6 Cent niedrigeren Börsenstrompreis pro Kilowattstunde.
Genügend Windkraftprojekte, die an den Ausschreibungen mit dem erhöhten Volumen teilnehmen können, gibt es. Viele genehmigte Windkraftprojekte haben bislang noch keinen Zuschlag bei einer Ausschreibung erhalten.
Warum das Bundesumweltministerium vielleicht zu optimistisch ist, wer in Sachen Klimaschutz wirklich das Sagen hat und was das für neue Windkraftprojekte bedeutet, lesen Sie im folgenden Premium-Bereich.
Die weiteren wichtigen Informationen lesen Sie als ECOreporter-Premium-Leser/-in.
Einloggen oder Premium-Leser/-in werden.
...