2G Energy erwartet, 2025 und 2026 weiter kräftig zu wachsen. / Foto: 2G Energy

  Nachhaltige Aktien

2G Energy erhält mehr Aufträge, bestätigt langfristige Umsatzprognose

Der Blockheizkraftwerk- und Wärmepumpen-Hersteller 2G Energy hat im vierten Quartal 2024 mehr Aufträge verzeichnet. Das Unternehmen aus Heek im Münsterland bestätigt gleich drei Umsatzprognosen und geht von deutlichem Wachstum aus.

2G erhielt im letzten Jahresviertel 2024 im Neuanlagengeschäft Bestellungen im Umfang von 65,3 Millionen Euro, ein Plus von 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit lag der Auftragseingang laut Unternehmen das sechste Quartal in Folge über dem jeweiligen Vorjahreswert.

Umsatz soll bis Ende 2026 weiter steigen

Der deutsche Markt hat sich dabei mit einem Plus von nur 14 Prozent laut 2G zwar verhalten entwickelt. Der Vorstand erwartet aber "eine Belebung nach der Bundestagswahl" und setzt auf eine "mit der Regierungsbildung entstehende Investitionssicherheit". Im Mittelstand habe sich zudem "nach mehreren Jahren der Zurückhaltung ein gewisser Investitionsstau entwickelt".

Eine aktuelle Einschätzung der 2G Energy-Aktie gibt ECOreporter im Premium-Bereich ab. Lesen Sie auch das ECOreporter-Dossier Wärmepumpen-Aktien: Investieren in die Energiewende?

Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.

Das starke Auftragswachstum im übrigen Europa, wo die Bestellungen um 54 Prozent zum Vorjahr stiegen, stammt aus Osteuropa. Vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Spannungen würden "dezentrale Kraftwerke und Kraft-Wärme-Kopplungs-(KWK)-Anlagen durch ihre hohe Unabhängigkeit" überzeugen. Außerdem könne das Unternehmen hier kurze Lieferzeiten anbieten.

Für das gerade beendete, aber noch nicht abgerechnete Geschäftsjahr 2024 erwartet 2G einen Umsatz in der Mitte der bisherigen Prognose von 360 bis 390 Millionen Euro, also bei etwa 375 Millionen Euro. Für 2025 bestätigt der Vorstand die im Oktober 2024 konkretisierte Umsatzprognose von 430 bis 450 Millionen Euro.

Auch für 2026 gibt es bereits eine Kalkulation: 2G erwartet für das kommende Jahr Einnahmen von 440 bis 490 Millionen Euro. Der Umsatz soll also innerhalb von zwei Jahren um bis zu 115 Millionen Euro steigen.

"2G verzeichnet weiter eine rege Nachfrage nach nachhaltiger Strom- und Wärmeerzeugung. Die zurückhaltende Entwicklung in Westeuropa und insbesondere in Deutschland birgt gleichwohl ein begrenztes Rückschlagrisiko, welches durch zusätzliche Chancen in den USA und in Osteuropa kompensiert wird", so Verkaufs-Vorstand Pablo Hofelich. "Trotz regulatorischer und politischer Unwägbarkeiten in einigen Teilmärkten sind wir für das laufende und das kommende Jahr in Summe optimistisch. Die konsequente Diversifikationsstrategie im Produktportfolio und der geographischen Abdeckung wird auch in den kommenden Perioden unser Wachstum absichern."

Die "regulatorischen und politischen Unwägbarkeiten" dürften sich vor allem auf die USA beziehen. In Nordamerika war das Umsatzwachstum laut 2G maßgeblich vom Inflation Reduction Act (IRA) in den Vereinigten Staaten geprägt. Ob das Gesetz, das vor allem die Förderung Erneuerbarer Energien vorsieht, unter Präsident Donald Trump eine Zukunft hat, ist offen.

2G erwartet aber, dass die Nachfrage auch nach dem Auslaufen des IRA aufgrund des weiter stark steigenden Strombedarfs in den USA anhält. Etwaige Importzölle, ebenfalls ein Lieblingsthema von Trump, hätten laut 2G "auf die Strom- und Wärme-Gestehungskosten nur bedingten Einfluss".

Unternehmen hat kaum Schulden

Die 2G-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 0,8 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 24,70 Euro (Stand: 23.1.2025, 10:40 Uhr). Im Monatsvergleich hat die Aktie 8,1 Prozent an Wert gewonnen, auf Jahressicht ist sie 21,1 Prozent im Plus.

ECOreporter schätzt die langfristigen Aussichten von 2G weiterhin als gut ein. Das Unternehmen ist in zukunftsträchtigen Bereichen tätig und hat kaum Schulden. Das Geschäft wächst in mehreren Märkten und könnte noch an Fahrt gewinnen, wenn die Bestellungen in Deutschland wieder anziehen. Sollte das US-Geschäft doch stärker leiden, als das Unternehmen aktuell annimmt, könnte 2G das womöglich ausgleichen.

Anlegerinnen und Anleger sollten für ein Investment allerdings Geduld mitbringen und mit höheren Kursschwankungen leben können. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie von 14 für 2025 ist nicht hoch. Ein Einstieg ist nach Einschätzung von ECOreporter weiterhin möglich.

Lesen Sie auch unser Dossier Wärmepumpen-Aktien: Investieren in die Energiewende?

2G Energy AG: ISIN DE000A0HL8N9 / WKN A0HL8N

(Aktuelle Kursdaten zur Aktie erhalten Sie, wenn Sie auf das Symbol hinter der WKN klicken.)

Verwandte Artikel

19.11.24
 >
04.03.26
 >
05.09.24
 >
22.08.24
 >
23.05.24
 >
Aktuell, seriös und kostenlos: Der ECOreporter-Newsletter. Seit 1999.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x