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2G Energy wächst und hat keine Angst vor Donald Trump
Der Blockheizkraftwerk- und Wärmepumpen-Hersteller 2G Energy hat in den letzten Monaten Umsatz und Gewinn gesteigert. Die Aktie des Konzerns aus Heek im Münsterland legt leicht zu.
Im dritten Quartal 2024 setzte 2G Energy 86,7 Millionen Euro um. Das sind 11,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 23 Prozent auf 4,9 Millionen Euro. Laut 2G Energy haben sich die Materialpreise in den letzten Monaten weiter normalisiert, weshalb es dem Konzern zunehmend gelinge, „das traditionelle Verhältnis aus Input-Preisen und eigenen Listenpreisen wiederherzustellen“.
2G Energy baut Kraft-Wärme-Kopplungs-(KWK)-Anlagen und mittlerweile auch verstärkt große Wärmepumpen. Gut liefen die Geschäfte Unternehmensangaben zufolge zuletzt vor allem in den USA. Etwaige zusätzliche Importzölle, wie sie Donald Trump angedroht hat, werden laut 2G Energy „kaum Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit von KWK-Anlagen haben“, weil die Betriebskosten über den Lebenszyklus einer KWK-Anlage wesentlich bedeutender seien als die Anschaffungskosten. Zudem habe ein erheblicher Teil der Anschaffungskosten seinen Ursprung in den USA, und es gebe keinen Hersteller von relevanten KWK-Leistungsklassen, der in den USA produziert.
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Der weltweite Auftragseingang von 2G Energy verdoppelte sich im dritten Quartal fast auf 80,4 Millionen Euro, unter anderem wegen eines Großauftrags aus den USA. Ende September lag der Auftragsbestand bei mehr als 230 Millionen Euro, zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres waren es 195 Millionen Euro.
Die 2G Energy-Aktie ist heute mit einem Plus von 1,2 Prozent und einem Kurs von 21,25 Euro in den Xetra-Handel gestartet (Stand 19.11.2024, 9:14 Uhr). Die Aktie bewegt sich seit Ende 2020 mit teils deutlichen Schwankungen in erster Linie seitwärts. In den letzten drei Monaten hat sie 4 Prozent gewonnen, im Jahresvergleich 11 Prozent verloren. Langfristig hat sie sich gut entwickelt, auf fünf Jahre gesehen ist der Kurs um 141 Prozent gestiegen.
Wärmepumpen-Produktion läuft an
2G Energy steht trotz der Unsicherheiten vor allem in der deutschen Energiepolitik wirtschaftlich solide da und ist in den letzten Jahren erfolgreich ins Ausland expandiert. Zudem könnte sich die im Aufbau befindliche Wärmepumpen-Sparte, die bislang noch kaum etwas zum Konzernumsatz beigetragen hat, als wichtiges zweites Standbein erweisen.
ECOreporter schätzt die langfristigen Aussichten von 2G Energy weiterhin als gut ein. Das Unternehmen ist in zukunftsträchtigen Geschäftsfeldern tätig und hat kaum Schulden.
Anlegerinnen und Anleger sollten für ein Investment allerdings Geduld mitbringen und mit höheren Kursschwankungen leben können. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 17 für 2024 und 13 für 2025 ist die Aktie weiterhin nicht hoch bewertet. Ein Einstieg erscheint weiterhin möglich.
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2G Energy AG: ISIN DE000A0HL8N9 / WKN A0HL8N
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