7C Solarparken sieht derzeit bei neuen großen Solaranlagen keine attraktiven Renditen. / Foto: 7C Solarparken

  Nachhaltige Aktien

7C Solarparken: Schlechtes Wetter und niedrigere Strompreise drücken den Gewinn

Der Bayreuther Solarstromerzeuger 7C Solarparken hat sein Geschäftsjahr 2024 knapp in der Gewinnzone abgeschlossen. Für 2025 geht das Unternehmen von einem etwas besseren Ergebnis aus.

7C Solarparken setzte im letzten Jahr 63,3 Millionen Euro um. Im Vorjahr waren es knapp 70 Millionen Euro. Das Management erklärt den Rückgang vor allem mit einer geringeren Sonneneinstrahlung, rückläufigen Stromverkaufspreisen und häufigeren Abregelungen von Solarparks in sehr sonnigen Phasen.

Der Nettogewinn sank von 11,4 auf 0,9 Millionen Euro. Ein Grund für den deutlichen Gewinnrückgang ist eine Wertminderung auf Forderungen in Höhe von 5,4 Millionen Euro aus dem Solarprojekt Projekt Reuden Süd in Sachsen-Anhalt (mehr dazu lesen Sie hier).

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„2024 war ein enttäuschendes Jahr, vor allem im Zusammenhang mit dem Projekt in Reuden Süd“, sagt 7C Solarparken-Chef Steven De Proost. „Für dieses Projekt haben wir 2023 ein Gesellschafterdarlehen mit der Garantie erworben, dass das Darlehen frei von Belastungen und Pfandrechten ist. Leider stellten wir 2024 fest, dass der Verkäufer das Darlehen bereits an einen Infrastrukturinvestor verpfändet und den Verkaufserlös für andere Zwecke als die vertragsgemäße Fertigstellung der PV-Anlage verwendet hatte. Diese Situation hat dem Unternehmen nicht nur finanziellen Schaden zugefügt, sondern hatte auch negative Auswirkungen auf die Reputation des Vorstands und den Aktienkurs des Unternehmens. Wir gehen weiterhin davon aus, das 20-MWp-Projekt retten zu können. Um die Fertigstellung jedoch erfolgreich zu gestalten, müssen Verträge mit verschiedenen Parteien abgeschlossen werden."

"Marktlage unsicher"

Für 2025 gibt sich 7C Solarparken vorsichtig: „Die aktuelle Marktlage lässt sich angesichts der Rekordzahl an Stunden mit negativen Preisen und dem anhaltenden Ausbau des Anlagenportfolios bei stagnierender Stromnachfrage als sehr unsicher beschreiben“, heißt es in der Pressemitteilung zu den Jahreszahlen. „Obwohl der Vorstand nach der Veröffentlichung der jüngsten Änderungen des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) optimistische Signale sieht, erreicht die Rendite von Standard-Neubauprojekten nicht die Mindestrenditeanforderungen des Konzerns.“ 7C Solarparken will sich deshalb vorerst darauf konzentrieren, bestehende Anlagen zu erweitern oder durch den Austausch von Solarmodulen (Repowering) leistungsstärker zu machen.

In diesem Jahr rechnet der Konzern mit einem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 51 Millionen Euro. 2024 lag das EBITDA bei 47,2 Millionen Euro. Weil ein Schuldscheindarlehen mittlerweile refinanziert ist, möchte 7C Solarparken in diesem Jahr eigene Aktien für bis zu 10 Millionen Euro zurückkaufen. Eine Dividende soll es für das Geschäftsjahr 2024 nicht geben.

Die Aktie ist nicht gut gelaufen

Die 7C Solarparken-Aktie hat in den letzten Tagen auch wegen der allgemeinen Börsenschwäche spürbar an Wert verloren, notiert aber auch langfristig deutlich im Minus. Im Wochenvergleich hat sie 11 Prozent eingebüßt, auf Jahressicht ist sie 39 Prozent im Minus. Auf fünf Jahre betrachtet ist der Kurs um 40 Prozent gesunken. Aktuell kostet die Aktie im Xetra-Handel 1,87 Euro (Stand 7.4.2025, 10:41 Uhr).

Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktie liegt für 2025 bei vertretbaren 18. 7C Solarparken setzt zunehmend auf langfristige Stromabnahmeverträge, die stabile Preise garantieren, und auch die Bruttomargen bleiben ordentlich. Ein Einstieg in die Aktie ist nach Einschätzung von ECOreporter aktuell allerdings wegen der allgemeinen Marktlage mit erhöhten Risiken verbunden. Wenn die Gewinne in den nächsten Jahren wie erwartet wieder steigen sollten, kann das Papier aber auch für defensive Anlegerinnen und Anleger wieder interessant werden.

7C Solarparken AG:  ISIN DE000A11QW68 / WKN A11QW6

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