AMD erwartet, dass der KI-Markt weiter wachsen wird. / Foto: Pixabay

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AMD präsentiert neue KI-Chips – Konkurrenz für Nvidia

Der US-Chipentwickler AMD hat seine neuen Hochleistungsprozessoren für Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) präsentiert. Gleichzeitig wurde auch schon die nächste Entwicklungsstufe angekündigt. Der Konzern will damit Branchenprimus Nvidia ernsthafte Konkurrenz machen.

Auf der Entwicklerkonferenz "Advancing AI" stellte AMD-Chefin Lisa Su am Donnerstag die Chips MI350 und MI355 vor. Die Facebook-Mutter Meta und xAI, die KI-Firma von Tesla-Chef Elon Musk, setzen den MI350 in ihren Rechenzentren bereits ein.

AMD-Chefin glaubt an starkes Wachstum des KI-Marktes

Außerdem lieferte Su einen Ausblick auf AMDs KI-Chip MI400, der im kommenden Jahr auf den Markt kommen soll. Mit diesem will man Nvidias derzeit modernsten Prozessoren aus der Blackwell-Reihe Marktanteile abnehmen. Nvidia beherrscht aktuell schätzungsweise 80 Prozent des KI-Marktes.

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AMD-CEO Su hat die Strategie ihres Unternehmens voll auf die Konkurrenz zu Nvidia ausgerichtet. In den vergangenen zwölf Monaten hat AMD für mehrere Milliarden Dollar 25 Unternehmen hinzugekauft oder sich an ihnen beteiligt. Außerdem warb der Konzern Software-Experten von der Konkurrenz ab.

Das Anbieten eigener Entwicklungssoftware für Kunden ist eine wichtige Säule der AMD-Strategie. Nvidias Erfolg ist auch darin begründet, dass das Unternehmen die nur mit den eigenen Chips kompatible Softwareplattform Cuda anbietet. AMD kündigte auf der Konferenz nun eine neue Version des Cuda-Konkurrenten ROCm an.

Su betonte auch, dass sie nicht an ein Ende der KI-Euphorie glaube. Die Managerin geht stattdessen davon aus, dass der Weltmarkt für KI-Chips bis 2028 stärker wachsen wird als bislang gedacht. Sie erwarte nun ein Volumen von mehr als 500 Milliarden Dollar. Die Nutzung bereits trainierter Künstlicher Intelligenzen, die sogenannte Inferenz, soll der Treiber dieser Entwicklung sein.

Die AMD-Aktie konnte von den Ankündigungen bislang nicht profitieren. Am gestrigen Donnerstag schloss sie 2 Prozent im Minus, aktuell notiert sie im Tradegate-Handel 1,5 Prozent schwächer zum Vortag bei 100,84 Euro (Stand: 13.6.2025, 10:44 Uhr). Im Monatsvergleich hat die Aktie 4,4 Prozent eingebüßt, auf Jahressicht ist der Kurs 32,2 Prozent im Minus.

Strategie mit klaren Risiken

Das Geschäft von AMD ist im ersten Quartal 2025 stark gelaufen. Bei Präsentation der Zahlen hatte Konzernchefin Su für das Gesamtjahr zweistellige Wachstumsraten bei KI-Chips in Aussicht gestellt – trotz der immer wieder verschärften US-Beschränkungen für Technologie-Exporte nach China.

Nicht nur wegen der Unsicherheiten durch die US-Handelspolitik birgt der starke Fokus auf KI aber Risiken. Die Nervosität in dem Markt steigt, Analysten werden skeptischer – das zeigt auch der AMD-Aktienkurs. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktie für 2025 ist mit 66 trotz der Rücksetzer in den letzten Monaten zudem noch immer sehr hoch. ECOreporter rät aktuell nicht zum Neueinstieg. Wer bereits investiert ist, sollte die Anteile aber weiter halten.

AMD Inc.:  ISIN US0079031078 / WKN 863186

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